Doppelbetrieb: Expertenstreit um die Zukunft des Flughafens Tegel

Flughafen Berlin-Tegel

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat am Montag im Flughafen-Ausschuss des Brandenburger Landtages die Schließung Tegels bekräftigt. Tegel sei für die Flughafengesellschaft (FBB) "keine Option". Der Doppelbetrieb koste pro Jahr bis zu 200 Millionen Euro. "Aus eigener Kraft können wir das nicht erwirtschaften", sagte Lütke Daldrup: "Da wären die Gesellschafter gefordert."

Am vergangenen Freitag war Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) überraschend vom Schließungsbeschluss Tegels abgerückt. Die Mitgesellschafter Berlin und Brandenburg wollen jedoch daran festhalten. Auch ein Sprecher der Bundesregierung bekräftigte gegenüber dem RBB die Position, Tegel zu schließen. Die Dobrindt-Äußerung sei nur ein "persönlicher Debattenbeitrag" gewesen. BER-Aufsichtsratsvorsitzender Rainer Bretschneider nannte vor dem Ausschuss Dobrindts Äußerungen "wahlkampforientiert und nicht fachlich orientiert".

"Sie werden mit diesem Flughafen nicht zum Ende kommen"

In einer Anhörung vor dem Ausschuss sprach sich der Flughafenplaner Dieter Faulenbach da Costa hingegen dafür aus, Tegel weiterzubetreiben. "Wer nach dem baulichen und finanziellen Desaster kein betriebliches Desaster erleben will, wird Tegel offenhalten müssen", sagte er. "Sie werden mit diesem Flughafen nicht zum Ende kommen", sagte er zum Hauptstadtflughafen BER voraus.

Die Flughafengesellschaft zögert, belastbare Zahlen über die Kosten eines Doppelbetriebs zu veröffentlichen. In dem Papier, das die Gesellschaft am Montag herau...

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