Nach Doppel-Platzverweis: Freiburger kritisieren Schiedsrichter Stieler

Wegen der Platzverweise von Nils Petersen und Christian Streich haben Verantwortliche des SC Freiburg Schiedsrichter Tobias Stieler scharf kritisiert.

Verantwortliche des SC Freiburg haben Schiedsrichter Tobias Stieler für dessen Leistung bei Freiburgs 0:2-Niederlage gegen den FC Schalke 04 kritisiert. Stieler verteilte Platzverweise für Nils Petersen und Trainer Christian Streich.

In der 63. Minute kam es im Freiburger Strafraum zu einem Duell zwischen Manuel Gulde und Breel Embolo, woraufhin Stieler auf Elfmeter entschied. "Für mich war es kein Elfmeter, weil ich den Ball am linken Fuß gespürt habe", sagte Gulde dazu.

Petersen bemerkt Verwarnung nicht

Daraufhin meckerte Nils Petersen und sah die Gelbe Karte - offenbar ohne es zu merken. "Ich habe mit Nils eben gesprochen. Er zeigt im Rücken die Gelbe Karte, er kriegt es nicht mit", sagte Sportvorstand Jochen Saier nach dem Spiel Sky. Kurz darauf wurde Petersen erneut verwarnt, weil er laut Saier "20 Meter entgegenläuft", und musste mit Gelb-Rot vom Platz.

Petersens Mitspieler Nicolas Höfler sagte: "Wenn das stimmt, ist es natürlich äußerst dubios, weil der Nils nicht weiß, dass er schon eine Gelbe Karte hat. Dann muss man vielleicht mal hinterfragen, ob da eine bessere Kommunikation zwischen Schiedsrichter und Spieler stattfinden muss."

Streich muss auf Tribüne

Über den Platzverweis für Petersen regte sich Streich an der Seitenlinie so energisch auf, dass ihn Stieler auf die Tribüne schickte. "Er begleitet das emotional und kriegt sich in dem Moment emotional nicht so richtig wieder in den Griff. Ich glaube, das liegt auch daran, dass wir die Erlebnisse hatten schiedsrichterseitig, nicht nur heute", sagte Saier.

Christian Streich wollte sich zu den Vorfällen nicht äußern: "Ich darf nichts sagen, es ist unglaublich."