Statt Lesnar-Fight: UFC-Skandalstar droht das Ende

Schon 2016 wurde Jon Jones sein UFC-Titel wegen einer positiven Doping-Probe abgenommen.

Er ist der größte Star der UFC hinter Conor McGregor, gilt als bester MMA-Fighter aller Gewichtsklassen - und scheint zum wiederholten Mal über eine Doping-Affäre zu stolpern. Diesmal womöglich endgültig.

Jon Jones ist erneut positiv auf ein Dopingmittel getestet worden, der Halbschwergewichts-Champion muss eine Sperre von mehreren Jahren befürchten.

Die Dopingprobe wurde einen Tag vor Jones' Titelgewinn am 29. Juli gegen seinen Daniel Cormier bei UFC 214 genommen, dem Schlusspunkt einer großen und zugkräftigen Rivalität. Während die USADA selbst keine Angaben über die gefundene Substanz machte, gab Jones Manager Malki Kawa im The MMA Hour-Podcast an, es handele sich um Turinabol, einen anabolen Steroid.


Bis die B-Probe von der US Anti-Doping-Agentur ausgewertet ist, geschieht aber erst einmal nichts. Jon Jones selbst hat sich noch nicht dazu geäußert.

Jon Jones ist vorbelastet

Laut Kawa soll Jones zwei andere Dopingproben im Juli bestanden haben, weshalb Jones' Team ein verunreinigtes Nahrungsergänzungsmittel vermutet.

Jones ist vorbelastet: Schon 2015 war Jones positiv auf Kokain und 2016 auf Inhaltsstoffe einer Errektionspille getestet und gesperrt worden. Der Kampf gegen Cormier war sein erster Fight nach der Sperre.

UFC-Chef White: Karriereende, wenn das stimmt

Bis es ein endgültiges Ergebnis der B-Probe gibt, wird es laut UFC-Präsident Dana White noch mehrere Wochen dauern. "Wenn das allerdings stimmt und er für zwei oder drei Jahre gesperrt wird, ist das wahrscheinlich das Ende seiner Karriere", sagte White im Rahmen der Pressetermine für den Mega-Fight zwischen Conor McGregor und Floyd Mayweather.

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Weiter sagte der UFC-Chef: "Jon selbst ist sein größter Gegner, vielleicht ist etwas Verrücktes passiert, wodurch diese positive Probe zustande kam. Ich weiß es nicht."


Eine Sperre würde nicht nur Jones geplanten nächsten Kampf im Dezember gegen Schwergewichtsweltmeister Stipe Miocic verhindern, sondern auch den groß spekulierten und per Verbalduell schon in die Wege geleiteten Kampf mit WWE-Wrestler und Ex-UFC-Kämpfer Brock Lesnar zunichte machen. Dafür hätte aber auch Schwergewicht Lesnar zuerst eine Doping-Sperre fertig absitzen müssen.

Lesnar hat seine im vergangenen Jahr wiederaufgenommene UFC-Karriere nach einem positiven Dopingtest beendet, bei einer Wiederaufnahme muss er noch rund ein halbes Jahr pausieren.