Doping: NADA beobachtet Vorgehensweise im Fall Saskia Lang

SID
Doping: NADA beobachtet Vorgehensweise im Fall Saskia Lang

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) wird die weitere Vorgehensweise des Deutschen Handballbundes (DHB) im Fall der positiv getesteten Nationalspielerin Saskia Lang als Beobachter begleiten. "Die Angelegenheit obliegt der Anti-Doping-Kommission des DHB", sagte NADA-Sprecherin Eva Bunthoff dem SID auf Anfrage: "Wir haben natürlich am Ende immer die Möglichkeit, gegen eine Beschlussfassung Einspruch einzulegen."
Saskia Lang war am 25. April bei einem Dopingtest zu Hause eine Blut- und Urinprobe entnommen worden. Darin fand sich eine geringe Spur des pflanzlichen Stoffes Higenamin, dem unter anderem eine anabole Wirkung zugesprochen wird. Lang ist von der Handball Bundesliga Frauen (HBF) vorläufig suspendiert worden.
Die Spielerin wollte sich auf SID-Anfrage nicht äußern. "Es ist ein laufendes Verfahren, deshalb kann ich dazu leider keine Auskunft geben", sagte die 30-Jährige. Sie steht noch bis zum 30. Juni beim HC Leipzig unter Vertrag und wechselt dann zum Thüringer HC.
Lang befindet sich seit Januar 2017 aufgrund eines Kreuzbandrisses in der postoperativen Rehabilitation. Die Rückraumspielerin hat eine Überprüfung aller aufgrund ihrer Rekonvaleszenz ärztlich verordneten Medikamente und eingenommenen Nahrungs- und Getränkeergänzungen veranlasst.