Doping: Marathon-Olympiasiegerin Sumgong vier Jahre gesperrt

SID
Doping: Marathon-Olympiasiegerin Sumgong vier Jahre gesperrt

Die kenianische Marathon-Olympiasiegerin Jemima Sumgong ist wegen Dopings für vier Jahre gesperrt worden. Das bestätigte die nationale Anti-Doping-Agentur Kenias ADAK am Dienstag. Die 32-Jährige war im Februar positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet worden. Die Sperre gilt rückwirkend ab dem 3. April 2017, an dem Tag war Sumgong vorläufig suspendiert worden.
Jemima Sumgong hatte 2016 in Rio de Janeiro als erste Kenianerin olympisches Gold im Marathon gewonnen, trotz des positiven Tests wird sie die Medaille vermutlich behalten dürfen. Bei ihrer Anhörung am 18. Oktober argumentierte sie, dass sie wenige Tage vor der Dopingkontrolle wegen einer Eileiter-Schwangerschaft in einem Krankenhaus in Behandlung gewesen sei. Dort seien eine Bluttransfusion sowie eine "weitere nicht identifizierte Behandlung" erfolgt. Als Beweis legte sie einen Behandlungsnachweis vor.
Das betreffende Krankenhaus erklärte allerdings, dass Sumgong zum fraglichen Zeitpunkt nicht behandelt worden sei. Die von ihr vorgelegten Dokumente seien nicht authentisch. Sumgong hat die Möglichkeit, die Entscheidung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS anzufechten.
Die Kontrolle von Sumgong, die 2016 im Vorfeld von Rio auch den traditionsreichen London-Marathon gewonnen hatte, war Bestandteil eines speziellen Testprogramms für Top-Marathonläufer. Unterstützt wird dieses Programm durch die World Marathon Majors (WMM), den Zusammenschluss der Straßen-Marathons in Boston, London, Berlin, Tokio, Chicago und New York. 
Die WMM hatte die Entscheidung über die Siegerin in der Frauenwertung bis zur Klärung des Falles ausgesetzt. Sumgong hatte in dieser Kategorie geführt, die Siegerin erhält ein Preisgeld von 500.000 Dollar.