Doping: Langläufer lebenslang gesperrt

Maxim Wylegschanin gewann 2014 in Sotschi die Silbermedaille

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat wegen Dopings nach Alexander Legkow und Jewgeni Below vier weitere russische Skilangläufer lebenslang in allen Funktionen für Olympia gesperrt. Dies berichten russische Medien.

Prominentester Sportler aus diesem Quartett ist Maxim Wylegschanin (35), zweimaliger Silbermedaillengewinner bei den Winterspielen in Sotschi 2014. Seine Ergebnisse vom Olympia-Heimspiel werden gestrichen, die der drei anderen Betroffenen ebenfalls. Sie waren in Sotschi ohne Medaillen geblieben.

Außerdem wurden Alexej Petuchow (34), Weltmeister 2013 im Teamsprint, Julia Iwanowa (32), WM-Dritte 2013 mit der Staffel, und Jewgenija Schapowalowa (31) gesperrt. Alle waren wie Olympiasieger Legkow (34) und Below (27) bereits im Dezember 2016 vom Ski-Weltverband FIS suspendiert worden.

Putin verurteilt Sperren

Russlands Präsident Wladimir Putin warf den USA nun vor, den Dopingskandal zur Diskreditierung der russischen Regierung zu nutzen. "Als Antwort auf unsere angebliche Störung ihrer Wahlen, wollen sie jetzt Probleme bei unseren Präsidentschaftswahlen verursachen", sagte Putin am Donnerstag.

Putin verurteilte die Sperren und sagte, dass Hinweise auf Sabotage kein Beweis von Schuld seien. Ohne die Namen der Langläufer zu nennen, erklärte der Präsident, dass die Regierung Doping nie unterstützt oder vertuscht habe.

Das IOC hatte Anfang des Monats Legkow und Below wegen Dopings bei den Winterspielen in Sotschi lebenslang in allen Funktionen für Olympia gesperrt. Die Entscheidung fiel nach einer ersten Anhörung der insgesamt sechs von der FIS suspendierten russischen Athleten durch die vom IOC eingesetzte Oswald-Kommission.

Diese Kommission ist für die Sanktionierung der im McLaren-Bericht genannten 28 verdächtigen russischen Sotschi-Starter zuständig. Mit weiteren Sperren wird gerechnet. Deutsche Sportler rücken bislang durch die Disqualifikationen nicht auf Medaillenränge vor.