Doping-Anklage gegen Naser landet vor dem CAS

SID
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Der Streit um eine mögliche Dopingsperre für die 400-m-Weltmeisterin Salwa Eid Naser (22) aus Bahrain wird vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS entschieden. Die unabhängige Integritätskommission AIU des Weltverbandes World Athletics (WA) legte Einspruch gegen eine Entscheidung der WA-Disziplinarkommission ein.

Diese hatte im Oktober eine Anklage wegen angeblicher Verstöße Nasers gegen die Anti-Doping-Regeln überraschend fallen gelassen.

Die AIU wirft Naser vor, innerhalb eines Jahres widerrechtlich drei Dopingtests verpasst und einen Meldeverstoß begangen zu haben. Die Disziplinarkommission erkannte ein angebliches Fehlverhalten der gebürtigen Nigerianerin aus dem April 2019 allerdings nicht als Regelverstoß an, so dass drei Vergehen nicht mehr innerhalb eines Jahres liegen.

Naser war mit einem spektakulären Auftritt im WM-Finale von Doha 2019 mit 48,14 Sekunden die schnellsten 400 m seit 34 Jahren und damit auf Platz drei der "ewigen" Bestenliste gelaufen.Auf die Vorwürfe hatte sie mit einer verstörenden Verteidigungsrede in den sozialen Netzwerken reagiert.

"Ich bin niemals eine Betrügerin gewesen und werde es auch niemals sein", sagte Naser, nachdem sie vorläufig suspendiert worden war: "Ich habe lediglich drei Dopingtests verpasst, das ist doch normal und kann jedem passieren."