Donnerstag, 15.2.2018: Was Sie heute wissen müssen

Ein Amoklauf in Florida, zerplatzte Träume bei den Olympischen Winterspielen und ein politischer Rücktritt. Hier kommen die wichtigsten Nachrichten des Tages.

An einer High School in Parkland kam es zu einer Schießerei. (Bild-Copyright: ddp images)

Amoklauf an US-Schule: 17 Tote bei Schießerei

An der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland im US-Bundesstaat Florida ereignete sich am Mittwoch gegen 15 Uhr (Ortszeit) ein tödlicher Amoklauf. Ein 19-jähriger, ehemaliger Schüler hatte mit einer halbautomatischen Waffe um sich geschossen. Das betätigte der Sheriff des Bezirks Scott Israel per Twitter. Mindestens 17 Menschen wurden getötet, zahlreiche verletzt. Der Schütze wurde von der Polizei inzwischen festgenommen.


Olympia: Thomas Dreßen schlittert an Gold vorbei

Thomas Dreßen belegte bei der Abfahrt den 5. Platz. (Bild-Copyright: ddp images)

Bei den diesjährigen Olympischen Winterspielen sorgt das Wetter für Kapriolen. Die Folge: Nach verschiedenen wetter- und windbedingten Verschiebungen war das deutsche Alpinteam am Donnerstag erstmals in Pyeongchang im Einsatz. Doch die große DSV-Hoffnung Thomas Dreßen verpasste eine Medaille in der Abfahrt. Der Skirennfahrer aus Mittenwald landete auf dem 5. Platz, sorgte jedoch für das beste Resultat eines deutschen Abfahrers seit 26 Jahren. Gold ging an den Norweger Aksel Lund Svindal vor seinem Teamkollegen Kjetil Jansrud. Bronze an Beat Feuz aus der Schweiz.

Südafrikas Präsident Jacob Zuma tritt zurück

Jacob Zuma legte sein Amt nieder. (Bild-Copyright: Themba Hadebe/AP Photo)

Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma hat nach rund neun Jahren an der Macht sein Amt niedergelegt. Damit beugte sich der 75-Jährige dem Druck der Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress und gab am Mittwochabend mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt bekannt. Der von Korruptionsskandalen belastete Politiker kam so einem Misstrauensvotum im Parlament zuvor, das für Donnerstag angesetzt war.

Polen sollen Polen-Kritiker melden

Präsident Andrzej Duda unterschrieb das Holocaust-Gesetzt. (Bild-Copyright: (AP Photo/Alik Keplicz)

Polen fordert im Ausland lebende Landsleute angeblich dazu auf, anti-polnische Äußerungen an offizielle Stellen zu melden. Das geht laut NDR aus einem dreiseitigen Schreiben von Senatsmarschall Stanislaw Karczewski hervor, das weltweit über die Botschaften und Konsulate verbreitet werde. Hintergrund ist das umstrittene Holocaust-Gesetzt, das Präsident Andrzej Duda unterschrieben hat. Es verbietet unter Androhung von Haft, Polen eine Mitschuld an Verbrechen zuzuweisen, die durch das NS-Regime begangen wurden.

Ärzte ohne Grenzen macht sexuelle Übergriffe öffentlich

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen will für Transparenz sorgen. (Bild-Copyright: ddp images)

19 Entlassungen wegen sexueller Übergriffe im Jahr 2017: Nach Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs bei Oxfam hat am Mittwoch nun die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen derartige Fälle öffentlich gemacht. Die in Genf ansässige Dachorganisation Médecins sans frontières teilte mit, dass sich im vergangenem Jahr 24 Fälle sexueller Belästigung oder sexuellen Missbrauchs ereignet haben. In zwei Fällen handelte es sich bei den Opfern nicht um Mitglieder der Organisation, sondern um Patienten oder Gemeindemitglieder. Insgesamt gingen 2017 146 Beschwerden ein.