Donald Trump: Missglückter Handshake in Manila

So ein Handschlag will geübt sein (Manan Vatsyayana/Pool Photo via AP)

Ein Händeschütteln ist für Donald Trump nie einfach nur ein Händeschütteln. Es ist immer auch ein Machtkampf, bei dem der US-Präsident seine ganze Kraft in seine Hände steckt. Eine spezielle Art des Handshakes hat Trump bei seiner Asienreise so verwirrt, dass er damit für jede Menge Lacher sorgte.

Normalerweise heißt Händeschütteln für Donald Trump: fest zudrücken, den Arm des anderen zu sich reißen und dann lange und kräftig rütteln. Im Fall von Angela Merkel ist auch Ignorieren angesagt. Als Trump beim Asean-Gipfel in Manila inmitten der wichtigsten Staatenlenker des asiatisch-pazifischen Raums den “Asean-way Handshake“ ausführen sollte, war die Verwirrung beim Präsidenten groß.

Eigentlich geht der Handschlag nach Art der Asean so: die Arme vor der Brust verschränken und mit jeder Hand die des Nebenstehenden ergreifen. Ein Symbol für eine eng zusammenstehende Gruppe, deren Mitglieder kraftvoll untergehakt nicht zu trennen sind.

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Offenbar wurde Trump davon völlig überrascht. Als die Teilnehmer für ein Gruppenfoto genau das machen sollten, blickte der Präsident erst ratlos um sich und streckte beide Hände dem vietnamesischen Premier Nguyen Xuan Phuc hin.

 

Dann realisierte er, dass der philippinische Präsident Rodrigo Duterte auf der anderen Seite in der Luft hing, und dann platzte endlich der Knoten im Hirn des Donald Trump. Er schaffte den Handschlag, zog dabei aber eine Grimasse, als hätte er gerade den fettesten Deal seines Lebens abgeschlossen. Ist doch schön, wenn man auch mal auf die kleinen Dinge stolz sein kann.

 

“Das ist an Ungeschicklichkeit nicht zu überbieten”, finden die Internet-User.