Donald Trump Jr. verzichtet auf Bewachung durch Secret Service

Als direkter Angehöriger von US-Präsident Trump ist seinem Sohn Donald Jr. der Schutz durch den Secret Service garantiert. (Bild: AP Photo)

Es ist üblich, dass alle Mitglieder der amerikanischen First Family vom Secret Service überwacht und beschützt werden. Der älteste Sohn von Präsident Trump hat daran jedoch kein Interesse.

Die Zugehörigkeit zur Präsidentenfamilie bringt einige Privilegien und Pflichten mit sich. So ist etwa im US-amerikanischen Gesetz verankert, dass alle Mitglieder des engeren Familienkreises des Staatsoberhauptes rund um die Uhr vom Secret Service bewacht werden müssen. Donald Trump Jr. entschied sich jedoch nun dafür, in Zukunft auf den Schutz des Sicherheitsdienstes zu verzichten.

Wie die “New York Times” unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Weißen Hauses berichtet, hat der Secret Service in der vergangenen Woche die Bewachung des ältesten Präsidenten-Sohnes eingestellt. Trump Jr. lebt als CEO der Trump Organization in New York. Als leidenschaftlicher Camper und Jäger sehne er sich nach mehr Privatsphäre als es ihm die ständige Begleitung durch mehrere Agenten möglich mache. Ob davon auch seine Frau Vanessa und die fünf gemeinsamen Kinder betroffen sind, ist nicht bekannt.

Bei all ihren Reisen werden Donald Trump und seine Familienmitglieder von mehreren Agenten des Secret Service begleitet. (Bild: AP Photo)

Auch Trump-Beraterin Kellyanne Conway wird laut “New York Times“ in Zukunft auf den Schutz des Secret Service verzichten müssen. Für sie ist die Bewachung durch den Sicherheitsdienst nicht obligatorisch, Präsident Trump hatte ihn jedoch aufgrund mehrerer ernsthafter Drohungen gegen sie genehmigt.

Entlastung für den Secret Service

Beide Fälle werden den Secret Service enorm entlasten. Wie in der Vergangenheit bekannt wurde, stellen die Größe und der Lebensstil der Trump-Familie eine enorme Herausforderung für den Sicherheitsdienst dar. Unter anderem mussten Agenten aus anderen Aufgabenbereichen abgezogen werden, um alle Mitglieder der vielreisenden und im Land verstreuten First Family bewachen zu können.

Der Chef des Secret Service, Randolph Alles, hatte im August gegen über „USA Today“ vor Personal- und Finanzproblemen des Sicherheitsdienstes gewarnt. Schon im März wurde bekannt, dass der Service im kommenden Jahr 60 Millionen Dollar Mehrkosten erwartet. Zu diesem Zeitpunkt mussten 42 Personen aus dem Präsidentenumfeld beschützt werden, elf mehr als unter Trump-Vorgänger Barack Obama.

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