Dominic Raacke über ZDF-Film 'Um die 50': "Es würde mich freuen, wenn es weitergeht"

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Ein schönes Paar, das in der Serie - trotz Bemühens - nicht richtig glücklich wurde: Frank (Dominic Raacke) und Tina (Natalia Wörner) wollten in "Um die 30" eine gemeinsame Familie. Sie versuchen alles, um endlich schwanger zu werden. Nun kam "Um die 50" ins ZDF - und wenn es nach Raacke geht, muss das noch nicht das Ende der Saga sein. (Bild: ZDF / Kurt Krieger)
Ein schönes Paar, das in der Serie - trotz Bemühens - nicht richtig glücklich wurde: Frank (Dominic Raacke) und Tina (Natalia Wörner) wollten in "Um die 30" eine gemeinsame Familie. Sie versuchen alles, um endlich schwanger zu werden. Nun kam "Um die 50" ins ZDF - und wenn es nach Raacke geht, muss das noch nicht das Ende der Saga sein. (Bild: ZDF / Kurt Krieger)

Am Montagabend endete die längste "Staffelpause" einer ZDF-Serie in der Geschichte des Senders. Die Miniserie "Um die 30" wurde 26 Jahre später mit dem Film "Um die 50" fortgesetzt. Ob das charmante Generationenprojekt weitergeht?

Menschen, die schon Mitte der 90-er das ZDF einschalteten, dürften sich erinnert haben: Dem am Montagabend gesendeten Film "Um die 50" von und mit dem ehemaligen Berliner "Tatort"-Kommissar Dominic Raacke liegt die sechsteilige Miniserie "Um die 30" zugrunde. Premiere feierte sie im November und Dezember 1995. Für Neugierige und Nostalgiker hat man sie nun noch einmal in die ZDF-Mediathek eingestellt. Das Besondere am Projekt "Um die 30/50" ist nicht nur das Weitererzählen der Story über eine Clique von Freunden an sich, sondern auch die Tatsache, dass alle Schauspielerinnen und Schauspieler von damals wieder ihre alten Rollen übernahmen: neben Dominic Raacke waren dies Natalia Wörner als dessen Ex, Jürgen Tarrach und Susanne Schäfer als Ewig-Pärchen mit mittlerweile erwachsenen Kindern, sowie Catherine Flemming und Bruno Eyron als "Paar", das sich niemals haben konnte.

Warum das charmante Generationen-Porträt, das mittlerweile fast schon "Um die 60" betitelt hätte werden können, nicht früher fortgesetzt wurde, hat laut Co-Autor und Initiator Dominic Raacke mit der Tatsache zu tun, dass die alte Serie zwar Kult, aber kein Quotenhit war. Raacke sowie sein Regisseur und Mitautor Ralf Huettner mussten eigentlich zu jeder Zeit für das Projekt kämpfen. "Schon 1989, als wir die Idee hatten, war unser Plan, alle zehn Jahre zu den Figuren zurückzukehren", erinnert sich der heute 62-jährige Raacke im Interview mit der Agentur teleschau. "Es war schon immer ein Meta-Projekt, nur dass wir zwischenzeitlich Probleme hatten, es realisiert zu bekommen. Filme machen ist eine verrückte Sache. Manchmal kämpft man jahrelang wie ein Löwe und bekommt eine Idee nicht realisiert. Und dann kam eins zum anderen, und plötzlich war alles kein Problem mehr."

26 Jahre brauchte Schauspieler und Drehbuchautor Dominic Raacke, um aus seiner ZDF-Kult-Miniserie "Um die 30" den Film "Um die 50" zu machen. Nun würde er sein erzählerisches Langzeitprojket über eine sechsköpfige Freundes-Clique gerne fortsetzen.  (Bild: 2019 Tristar Media/Tristar Media)
26 Jahre brauchte Schauspieler und Drehbuchautor Dominic Raacke, um aus seiner ZDF-Kult-Miniserie "Um die 30" den Film "Um die 50" zu machen. Nun würde er sein erzählerisches Langzeitprojket über eine sechsköpfige Freundes-Clique gerne fortsetzen. (Bild: 2019 Tristar Media/Tristar Media)

"Um die 30' sollte wie ein Popsong sein: lässig, sexy und gleichzeitig ehrlich"

Weshalb "Um die 30" Mitte der 90-er zum Kultprogramm für Altersgenossen der Serien-Charaktere avancierte, liegt für Raacke auch an der Tatsache, dass im ZDF damals nichts Vergleichbares zu finden war: "Wir wollten ein Lebensgefühl erzählen, das Leichtigkeit und Stil hatte. 'Um die 30' sollte wie ein Popsong sein: lässig, sexy und gleichzeitig ehrlich. Und wir wollten uns ein Denkmal setzen. Es ging nicht um puren Realismus, es war eine Fantasie über uns. Wie wir sind und wie wir gerne wären. Ich glaube, es war genau diese Mischung, die den Erfolg bei den Fans ausmachte. Und einige Leute haben sich in unseren Figuren so viel mehr wiedergefunden, als in den Protagonisten deutscher Fernsehserien jener Zeit, wie 'Diese Drombuschs', 'Die Schwarzwaldklinik' oder 'Das Traumschiff."

Sollten die Quoten des späten Nachfolgefilms "Um die 50" stimmen, würden Raacke und Huettner ihre Erzählung gern fortsetzen: "In 'Um die 30' konnten wir rund sechs Stunden lang das Leben unserer sechs Figuren erzählen. Jetzt hatten wir nur 90 Minuten und mussten alles stark verdichten. Zwei von drei Paaren sind nicht mehr zusammen. Einige haben neue Partner, es gibt Kinder. Wir haben da eine Menge Personal und Beziehungen am Start. Das schreit förmlich danach, genauer betrachtet zu werden. Es würde mich freuen, wenn es weitergeht."

Wie in der 90er-Jahre Serie "Um die 30" treffen sie sich wieder auf der Bowlingbahn. Von links: Die alten Freunde Carlo (Jürgen Tarrach), Carola (Susanne Schäfer), Tina (Natalia Wörner), Frank (Dominic Raacke), Sabrina (Catherine Flemming) und Olaf (Bruno Eyron) kehren 26 Jahre später für den ZDF-Film "Um die 50" zu ihren alten Rollen zurück. (Bild: ZDF / Raymond Roemke)
Wie in der 90er-Jahre Serie "Um die 30" treffen sie sich wieder auf der Bowlingbahn. Von links: Die alten Freunde Carlo (Jürgen Tarrach), Carola (Susanne Schäfer), Tina (Natalia Wörner), Frank (Dominic Raacke), Sabrina (Catherine Flemming) und Olaf (Bruno Eyron) kehren 26 Jahre später für den ZDF-Film "Um die 50" zu ihren alten Rollen zurück. (Bild: ZDF / Raymond Roemke)
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