"Dogfishing" ist der Erfolgsgarant auf Tinder und Co.

Antonie Hänel
Freie Autorin

Auf Dating-Apps zählt meist der erste Eindruck - und dem wird nun nachgeholfen. Wie der neue Trend “Dogfishing” nahelegt, schmücken sich immer mehr Männer in ihren Datingprofilen mit (fremden) Hunden, um mehr Matches zu bekommen.

Würden Sie diesen Mann lieber mit oder ohne Hund kennenlernen wollen? (Bild: Getty Images)

Wer nur mal fünf Minuten auf Tinder oder einer anderen Dating-App verbracht hat, dem dürfte klar sein: Wichtiger war der erste Eindruck nie. Nur etwa eine knappe Sekunde brauchen die meisten, um sich beim Swipen für links oder rechts zu entscheiden.

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Damit es also Liebe (oder ein Match) auf den ersten Blick (oder das erste Foto) wird, ist mittlerweile alles erlaubt. Während Frauen oft auf vorteilhafte Posen oder schmeichelhafte Filter setzen, tricksen männliche Singles mit dem Aufmerksamkeitsgaranten Nummer 1: einem Haustier!

Wie die “SZ” berichtet, wird dieser Tipp auch schon an der Kölner “Flirt University” gelehrt. Demnach gebe es keinen besseren ersten Eindruck als eine Katze oder einen Hund im Profilbild.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Betrachter den potenziellen Flirtpartner dadurch sympathischer findet: Die Zeitung zitiert eine Studie, die belegt, dass 88 Prozent der Deutschen Hundebesitzer kommunikativer und offener einschätzen als Menschen ohne Hunde.

Haustierbesitzer übernehmen Verantwortung

Ob es nun unbedingt ein Hund sein muss, hat die Studie nicht geprüft – im Grunde geht es wohl darum, dass Tierbesitzer generell als verantwortungsbewusst empfunden werden. Außerdem sind sie offenbar bereit, circa 15 Jahre mit einem Lebewesen zu verbringen, wodurch sich generelle Bindungsängste ausschließen lassen.

Andererseits: Wie der Allergieinformationsdienst schreibt, könnten etwa 30 Prozent der Erwachsenen unter einer Tierhaarallergie leiden – und diese 30 Prozent werden beim Anblick einer flauschigen Katze oder eines sabbernden Mops garantiert nach links wischen.

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Außerdem soll es auch Menschen geben, die nicht unbedingt mit tierischem Anhang zusammenleben wollen. Wie traurig wäre es, wenn genau die sich verpassen würden, nur weil sie jetzt Fotos mit Hunden in ihrem Profil haben, die überhaupt nichts mit ihnen zu tun haben.

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