Dobrindt fordert für Diesel-Gipfel "akzeptables Angebot" der Autoindustrie

Kurz vor Beginn des Diesel-Gipfels hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) Vorschläge der Autoindustrie zur Senkung der Schadstoffbelastung in deutschen Städten gefordert. Er erwarte bei dem Treffen in Berlin ein "akzeptables Angebot der Automobilindustrie" , sagte Dobrindt der "Passauer Neuen Presse"(Mittwochsausgabe). Die Branche habe sich in "richtig schweres Fahrwasser" gebracht. "Ich finde es furchtbar, dass die Marke 'Automobil made in Germany' in so eine Lage gebracht wurde", sagte Dobrindt.

Um das Ziel der Senkung der Schadstoffbelastung zu erreichen, müssten "auch die älteren Fahrzeuge einen Beitrag leisten", erklärte der Minister. Kostenübernahmen der öffentlichen Hand schloss Dobrindt aus. "Völlig klar ist: Die Kosten von Umrüstungen muss die Industrie tragen", sagte er der Zeitung. Den Kunden dürften "keine Extrakosten" entstehen.

Ob Software-Updates ausreichten oder auch Umbauten nötig seien, ließ er offen. "Fest steht: Euro 5 und Euro 6 Dieselmotoren können mit neuer Steuerungssoftware deutlich verbessert werden", sagte Dobrindt.

In Berlin findet am Mittwoch auf Einladung des Bundesverkehrs- und des Umweltministeriums ein Diesel-Gipfel mit Vertretern der Automobilindustrie statt. Die Autokonzerne sollen darlegen, wie sie die Schadstoffbelastung durch ihre Diesel-Autos reduzieren und die gesetzlichen Vorgaben künftig einhalten wollen.