Dobrindt drängt Industrie zu schnellen Lösungen zur Nachrüstung von Diesel-Autos

Vor dem Diesel-Gipfel hat Verkehrsminister Dobrindt die Autoindustrie zu schnellen Lösungen für die Nachrüstung schadstoffintensiver Fahrzeuge gedrängt

Vor dem Diesel-Gipfel hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) die Autoindustrie zu schnellen Lösungen für die Nachrüstung schadstoffintensiver Fahrzeuge gedrängt. Klar sei, dass die Industrie, die den Schaden verursacht habe, jetzt dafür geradestehen müsse, sagte Dobrindt am Montag in den ARD-"Tagesthemen". Software-Optimierungen allein reichten nicht aus, betonte er. Auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte solche Updates zuvor für unzureichend erklärt.

Dobrindt nannte als Beispiel für zusätzliche Maßnahmen die "Verflüssigung" von Verkehr in den Innenstädten mit Hilfe von Digitalisierung. Die 13 Millionen Fahrer von Dieselautos hätten Vertrauensschutz, unterstrich er. Alle hätten die Verantwortung dafür zu sorgen, dass diese Autos auch zukünftig am Straßenverkehr teilnehmen können.

"Für Kumpanei stehe ich nicht zur Verfügung" fügte Dobrindt hinzu. Aber Partnerschaft zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sei die Grundlage der sozialen Marktwirtschaft. Der Verkehrsminister versprach, "voll umfänglich" aufzuklären. "Und wir sorgen dafür, dass Autofahrer und Autofahrerinnen die Fahrzeuge so bekommen, wie sie sie gekauft haben." Die Autos müssten "wieder in ordnungsgemäßen Zustand gebracht werden."

Dobrindt und Hendricks empfangen am Mittwoch unter anderen die Vertreter der Autohersteller Volkswagen, Mercedes, BMW, Opel und Ford. Die Hersteller sollen darlegen, wie sie Diesel-Fahrzeuge so nachrüsten, dass sie weniger gesundheitsgefährdende Abgase ausstoßen.