DMG Mori blickt zurückhaltend auf das laufende Jahr

DMG Mori hat das beste Jahr seiner Geschichte hinter sich. Für 2018 wagt der Werkzeugmaschinenbauer jedoch nur eine verhaltene Prognose.


Das Jahr 2017 war für den Werkzeugmaschinenhersteller DMG Mori in jeder Hinsicht ein Rekordjahr. Auf der Bilanzpressekonferenz in Bielefeld freute sich Vorstandschef Christian Thönes: „Wir konnten sämtliche Prognosen übertreffen. Dafür haben wir hart gearbeitet.“

Mit einem Auftragseingang von rund 2,75 Milliarden Euro konnte Thönes das Ergebnis aus dem Vorjahr (2,37 Milliarden Euro) um 16 Prozent steigern. Das macht sich auch am Umsatz bemerkbar: Der stieg um vier Prozent im Vergleich zu 2016 und lag damit im vergangenen Jahr bei rund 2,35 Milliarden Euro – bei einem Ergebnis nach Steuern von rund 118,4 Millionen Euro. Die beeindruckende Steigerung zum Vorjahr: rund 150 Prozent.

Allein auf der Werkzeugmaschinenmesse Emo, die alle zwei Jahre in Hannover stattfindet, zog das Unternehmen Aufträge im Wert von rund 300 Millionen Euro ans Land. Entsprechend positiv entwickelte sich auch der Cashflow, den DMG Mori um 235 Prozent auf derzeit 142,2 Millionen Euro steigerte – auch das ist ein Rekordwert in der 147-jährigen Unternehmensgeschichte.


„2017 war für DMG Mori das Jahr der Innovationen“, erklärte Thönes. „Gemeinsam mit unserer Muttergesellschaft haben wir 15 Weltpremieren auf 42 nationalen und internationalen Messen präsentiert – und damit unsere Innovationskraft gezeigt.“

Für das laufende Jahr gab Thönes allerdings einen eher verhaltenen Ausblick. So geht der Vorstandschef derzeit davon aus, dass sich das Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) im Jahr 2018 mit 180 Millionen Euro nicht spürbar verändern wird. Der Auftragseingang soll sogar leicht sinken, auf dann noch rund 2,5 Milliarden Euro. Und das, obwohl der Umsatz im ersten Quartal 2018 mit rund 700 Millionen Euro sogar leicht über dem Vorjahr lag.

Der Grund für Thönes‘ Pessimismus: „Der Ausblick der Weltwirtschaft ist durch globale Unsicherheiten gekennzeichnet.“ Es sei auf dieser Grundlage schwierig, verlässliche Prognosen zu erstellen.

So soll das weltweite Wachstum im Werkzeugmaschinenverbrauch 2018 mit rund 3,6 Prozent etwas niedriger ausfallen als im Vorjahr (4,5 Prozent), hat das britische Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics gemeinsam mit dem Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) errechnet.

Allerdings wuchs DMG Mori zuletzt deutlich kräftiger als der Markt – und schon 2017 hatte Thönes seine Jahresprognose einmal erhöht. „Ich korrigiere lieber nach oben als nach unten“, erklärte der Vorstandschef auf Nachfrage. Damit bleibt das kommende Jahr wohl doch noch offen für neue Rekorde.