dm-Gründer Götz Werner fordert deutsche Autohersteller auf, das Bedingungslose Grundeinkommen einzuführen

John Stanley Hunter
Götz Werner

dm-Gründer Götz Werner fordert die deutschen Autokonzerne im Zuge des Dieselskandals auf, Arbeit und Einkommen ihrer Mitarbeiter voneinander zu trennen: Mitarbeiter sollen unabhängig von ihrer Arbeit ein Einkommen erhalten und unabhängig von ihrem Einkommen arbeiten.

Im Gespräch mit Business Insider sagte der 73-Jährige, das Bedingungslose Grundeinkommen sei der einzige Weg, um international wettbewerbsfähig zu sein. „Um auch künftig innovative und motivierte Mitarbeiter zu finden, müssen die Menschen arbeiten wollen, nicht sollen“, sagte Werner.

Die deutsche Autobranche steht vor einem Umbruch. Der Wechsel vom Verbrennungsmotor zur Elektromobilität gefährdet Hunderttausende Jobs. Viele Spezialisten können nicht einfach umgeschult werden, damit sie künftig mit den alternativen Antriebsformen arbeiten können. Dementsprechend könnte die Autoindustrie zum Musterfall für das Bedingungslose Grundeinkommen werden.

Götz Werner fordert das Grundeinkommen seit Jahren mit aller Vehemenz ein. „Wenn mich Zetsche, Müller, Krüger und Co. nach Rat fragen würden, würde ich ihnen sagen, dass das Bedingungslose Grundeinkommen die Lösung für viele dringende Probleme ist“, sagte er. Laut Werner hieße das: Einkommen und Arbeitsverhältnisse würden sich verbessern und die Menschen wären grundlegend motivierter. „So wird der Arbeitsmarkt erst zu einem Arbeitsmarkt.“ Die Autoindustrie würde mit diesem Modell die richtigen Arbeitnehmer finden, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. „Nur Menschen, die nicht mehr um ihre Existenz bangen müssen, können herausfinden, was sie wirklich machen wollen.“

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