DLR: 2020 starten rund ein Prozent weniger Ferienflüge ab Deutschland

EuGH-Urteil zur Entschädigung von Fluggästen

Etwa ein Prozent weniger Ferienflüge werden in diesem Jahr laut Auswertung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ab Deutschland starten. Besonders Flüge in die Karibik, nach Asien und Südamerika werden weniger angeboten als im Vorjahr, wie das DLR am Montag mitteilte. Die Zahl der Flüge insgesamt - Urlaubsreisen und Geschäftsreisen - wird laut DLR-Prognose sogar um 2,5 Prozent sinken. Die Verbreitung des neuartigen Coronavirus bleibe allerdings ein Unsicherheitsfaktor für die Entwicklung.

"Der Ferienfliegermarkt 2020 ist größtenteils von Stagnation und Schrumpfung geprägt", erklärte das DLR. Neben Flügen in die Karibik (minus 15 Prozent) gingen auch die Flüge in die Türkei um vier Prozent zurück. Das Flugangebot nach Italien sinke um sechs Prozent.

Ein Plus von sieben Prozent verzeichnet dagegen Griechenland, nach Zypern nehmen die Flüge sogar um 54 Prozent zu, wie das DLR mitteilte. Es wertete das Flugangebot im Monat Juli im Sommerflugplan aus. Aufkommensstärkster Zielflughafen im Mittelmeerraum bleibt demnach Mallorca. Im Juli allein werden demnach 3500 Flüge dorthin angeboten, 500 allein ab Düsseldorf.

Weltweit werden über 100 Länder direkt aus Deutschland angeflogen, 90 Prozent der Flüge haben aber ein Ziel in Europa, wie das DLR mitteilte.

Die meisten Flüge bietet die Lufthansa an, gefolgt von Eurowings, Ryanair und Easyjet. Die Flughäfen in Frankfurt und München werden 2020 ein ähnlich hohes Flugaufkommen wie 2019 erreichen. In Düsseldorf, Berlin und Hamburg wird es laut DLR voraussichtlich Rückgänge geben - Zuwächse dagegen in Dortmund.