Djokovic holt Ex-Profi ins Trainerteam

Novak Djokovic (rechts) und Radek Stepanek spielten schon gemeinsam Doppel auf der ATP-Tour

Nach dem Wimbledon-Turnier im Juli hatte Tennis-Superstar Novak Djokovic seine Saison wegen anhaltender Ellenbogenbeschwerden vorzeitig beendet.

Seitdem widmet sich der Serbe ganz seiner Genesung und der Vorbereitung auf die kommende Saison, in der Djokovic, der inzwischen aus den Top Ten der Weltrangliste gefallen ist, wieder den Tennis-Thron angreifen will.

Bei dieser Mission soll ihn neben Mentor und Teilzeit-Coach Andre Agassi offenbar auch ein früherer Rivale unterstützen: Nach Informationen tschechischer Medien beordert der 30-Jährige Ex-Profi Radek Stepanek in sein Trainerteam. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.

Der 38 Jahre alte Tscheche hatte erst vor wenigen Tagen seine eigene aktive Karriere beendet, in der er fünf Einzel- und 18 Doppeltitel errang - und anderem bei den Australian und US Open.

Nach seinem Rücktritt kündigte Stepanek eine Trainer-Karriere bereits indirekt an: "Ich habe in meiner Karriere unglaubliche Erfahrungen gesammelt. Ich habe so viel durchgemacht, und ich denke, dass ich das eines Tages an jemand anderen weitergeben kann."

Innige Freundschaft und gegenseitiger Respekt

Stepanek und Superstar Djokovic pflegen eine innige Freundschaft, traten bereits zusammen in Doppelwettbewerben auf der Profi-Tour an und verbringen auch abseits des Courts viel Zeit miteinander.

Djokovic machte aus seiner Wertschätzung für den zweifachen Davis-Cup-Sieger Stepanek in der Vergangenheit nie einen Hehl. Nach dem letzten Duell der beiden im vergangenen Januar in Doha lobte der Serbe seinen Kontrahenten in höchsten Tönen: "Ich habe größten Respekt vor ihm. Er ist seinem Alter noch immer eine Kämpfernatur, hält sich schon über so viele Jahre in der Weltspitze. Er ist ein super Typ."

Nach Stepaneks Abtritt von der Tennisbühne lobte der Rekonvaleszent: "Er war ein Spieler mit einer beneidenswerten Karriere, der das meiste aus seinem Potenzial herausgeholt hat. Er war zwar nie die Nummer eins, aber ein sehr smarter Spieler, der sehr konsequent gearbeitet hat. Deshalb ist er einer, der sehr ähnliche Werte vertritt wie ich es tue."

Bis Ende 2016 setzte Djokovic auf Boris Becker als Impulsgeber. Der 50-Jährige führte den Serben erstmals an die Spitze der Tenniswelt.