Dividendenperle Veolia: Fette Renditen mit Müll

Michel Doepke
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Weg mit dem Müll: Veolia, Tomra und Co im großen Check

Es ist eines der meistunterschätzten Probleme der Welt: das stark wachsende Müllaufkommen. Mehr Recycling und Nachhaltigkeit können dafür sorgen, die Problematik in den Griff zu bekommen. Ein unspektakulärer und krisensicherer Profiteur sind die Papiere der französischen Veolia, die Aktionäre mit einer üppigen Dividende verwöhnen.

Veolia besticht durch ein breites Portfolio an Lösungen für den Umweltschutz. Neben dem klassischen Entsorgungs- und Versorgungsgeschäft bescheren vor allem die Bereiche Abwasser und Trinkwasser den Franzosen sichere Erlöse. Denn der Großteil der Kunden sind Behörden oder öffentliche Unternehmen, die sich langfristig die Dienste von Veolia sichern. Und der Konzern lässt seine Aktionäre an der Entwicklung teilhaben. In den letzten Jahren steigerten die Franzosen ihre Dividende kontinuierlich. Aktuell beträgt die Rendite satte 4,7 Prozent. Für die Zukunft liebäugelt Veolia mit kleinen bis mittelgroßen Zukäufen in den Bereich Recycling und Energieeffizienz.

Hohe Schuldenlast

Doch diese müssen sich rechnen – schließlich sitzen die Franzosen auf rund 8,5 Milliarden Euro Nettoschulden. Dafür wird Veolia gerade einmal mit dem 0,4-Fachen des Jahresumsatzes an der Börse kapitalisiert. Die Mischung aus stetig steigenden Erlösen mit einer hohen Ausschüttungsquote macht die Veolia-Aktie auf dem aktuellen Kursniveau für Konservative mit einem langfristig ausgerichteten Anlagehorizont interessant.

Charttechnisch aussichtsreich

Seit Jahresbeginn befindet sich die Veolia-Aktie im Abwärtstrend. Im Bereich von 18,50 Euro konnte sich das Papier zuletzt stabilisieren und einen Boden ausbilden. Die nächsten Widerstände lauern bei 19,90 und 20,10 Euro. Gelingt der Sprung über diese Chartmarken, winken starke Kaufsignale. Dividendenaffine Anleger mit einem langfristigen Anlagehorizont greifen beim französischen Müll-Profiteur zu.

Hinweis: Dieser Artikel erschien bereits teilweise in der Ausgabe 14/2018. Welche anderen Aktien vom Müll-Problem profitieren, lesen Sie hier.