Dividenden-Liebling Novartis gleich zweimal mit „Breakthrough“-Status: Aktie vor Kaufsignal

Marion Schlegel
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Das Erfolgs-Gen

Beim Schweizer Pharmakonzern Novartis läuft es derzeit absolut rund. Im neuen Jahr hat das Unternehmen von der US-Zulassungsbehörde FDA bereits gleich zweimal den „Breakthrough Therapy“-Status verliehen bekommen. Zum einen erhielt das Brustkrebsmittel Kisqali diesen Status zur Behandlung von Frauen vor und während der Menopause bei einer bestimmten Form von Brustkrebs. Die Entscheidung der Behörde basiert auf den Ergebnissen der Phase-3-Studie Monaleesa-7. Diese hat gezeigt, dass das Mittel in Kombination mit tamoxifen oder einem Aromatasehemmer das progressionsfreie Überleben im Vergleich zur alleinigen endokrinen Therapie deutlich verlängert. Damit ist der Konzern der Zulassung von Kisqali in einer weiteren Indikation einen weiteren großen Schritt näher gekommen. Das Mittel hat bereits zum zweiten Mal diesen Status erhalten: das erste Mal im August 2016 für eine Therapie bei postmenopausalen Frauen. Die erste Zulassung hat Kisqali im März vergangenen Jahres in den USA erhalten. Mittlerweile ist das Mittel auch in Europa sowie 45 weiteren Ländern am Markt. Gelingt Novartis nun auch die Zulassung in einem weiteren Bereich, stünde den Schweizern ein großer Markt offen. Der Status „Breakthrough Therapy Designation" wird Arzneien zuerkannt, mit denen schwerwiegende Erkrankungen behandelt werden können. Er soll den Zulassungsprozess beschleunigen.

Am heutigen Mittwoch hat Novartis diesen Status auch für Promacta als Kombinationstherapie erhalten. Diese könnte nun schon bald zur Behandlung von schwerer aplastischer Anämie (SAA) als Erstlinientherapie eingesetzt werden. Entsprechende Zulassungsanträge sollen sowohl in den USA als auch in der EU in diesem Jahr eingereicht werden. Promacta ist unter anderem bereits als Zweitlinientherapie im Zusammenhang mit SAA zugelassen.

Die Aktie von Novartis hat auf die jüngsten Meldungen positiv reagiert. Am Mittwoch gewann das Papier 1,3 Prozent auf 83,50 Schweizer Franken. Damit notiert die Aktie nur noch knapp unter dem 52-Wochenhoch von 85,40 Franken. Ein Sprung darüber würde ein Kaufsignal bedeuten. Anleger bleiben weiter investiert, zumal auch die Dividendenrendite von 3,3 Prozent nicht zu verachten ist.