Dividenden-Liebling Novartis überzeugt mit Studiendaten

Marion Schlegel
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Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat positive Studiendaten für sein Medikament Luthathera veröffentlicht. Die im Journal of Clinical Oncology veröffentlichten Daten zeigten eine positive Wirkung des Medikaments auf Patienten mit Mitteldarm-Krebs (Midgut Neuroendocrine tumors, NETs). Die Daten aus der zulassungsrelevanten Phase-3-Studie NETTER-1 ergaben, dass bei Einnahme von Luthathera die Verschlechterung der Lebensqualität bei Patienten mit fortschreitendem NET-Krebs erheblich langsamer voranschreite im Vergleich zum Octreotid LAR alleine, so Novartis in einer Mitteilung.

Lutathera ist ein Peptid-Rezeptor des von Novartis übernommenen französischen Pharmaunternehmens Advanced Accelerator Applications (AAA). Novartis hatte Ende Oktober 2017 angekündigt, die an der US-Börse Nasdaq kotierte AAA für insgesamt 3,9 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Mit der Übernahme wollte Novartis das Krebsgeschäft nicht nur mit bevorstehenden Produktlancierungen, sondern auch einer neuen Technologieplattform mit möglichen Anwendungen für eine Reihe von onkologischen Programmen in der Frühentwicklung, hieß es bei der Ankündigung der Übernahme. Im Januar hatte Lutathera, das in den USA bereits eine Bezeichnung als „Orphan Drug" zur Behandlung seltener Krankheiten erhalten hatte, die Zulassung für die Behandlung von bestimmten Tumoren des Verdauungstrakts erhalten.

Die Aktie von Novartis arbeitet nach der schwachen Entwicklung in den vergangenen Monaten weiter an der Bodenbildung. Wichtig ist , dass kein neues Jahrestief markiert wird. Charttechnische Entwarnung kann allerdings erst beim Sprung über die 200-Tage-Linie gegeben werden, die im Bereich von 81 Franken verläuft. Langfristig sieht DER AKTIONÄR den Schweizer Pharmakonzern sehr gut aufgestellt. Der Wert gehört zu den Pharmafavoriten. Die starke Dividendenrendite von derzeit 3,8 Prozent dürfte zudem den einen oder anderen Anleger überzeugen. Neueinsteiger warten allerdings ein positives Chartsignal ab.