Dividenden-Garant Astrazeneca: Pille für Konservative

Michel Doepke
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Der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca leidet unter auslaufenden Patenten. Vorzeigeprodukte wie der Blutfettsenker Crestor oder das Asthma­präparat Symbicort haben beim Umsatz den Zenit längst erreicht. Dennoch zählt die Firma zu den erfolgreichsten Pharmas in diesem schwierigen Umfeld.

Produktoffensive im Onkologiebereich

Gerade in der Entwicklung von Wirkstoffen gegen Krebserkrankungen konnte Astrazeneca zuletzt überzeugen. Zu den Hoffnungsträgern zählt unter anderem Durvalumab (vertrieben unter dem Namen Imfinzi). Anfang Mai erhielt dieser Checkpoint-Inhibitor die Zulassung der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA bei der Behandlung des inoperablen und metastasierenden Urothelkarzinoms (Krebserkrankung der Harnwege). Jedoch muss der Pharmakonzern weitere Daten nachreichen, da es sich um ein beschleunigtes Genehmigungsverfahren handelte. Die Aktie sprang um satte fünf Prozent nach oben – und das zu Recht.

Weiterer potentieller Blockuster im Köcher

Auf dem ASCO Meeting, dem größten Krebskongress der Welt, präsentierte Astrazeneca vielversprechende Daten zum PARP-Inhibitor Olaparib (Lynparza) bei Brustkrebs. Im Rahmen dieser OlympiAD-Studie wurde das Präparat mit einer herkömmlichen Chemotherapie als Behandlung verglichen. Olaparib schnitt um satte 42 Prozent besser ab, was bedeutet, dass sich das Krankheitsbild nicht verschlechtert hat beziehungsweise der Patient der Krebserkrankung nicht erlegen ist. Lynparza ist bereits gegen eine spezielle Form des Eierstockkrebses zugelassen.

Solides Gesamtpaket

Der britisch-schwedische Konzern hat in den letzten Jahren die Pipeline gezielt durch kleinere Übernahmen verstärkt. Nun ist es an der Zeit, auf den Wachstumspfad zurückzukehren und die erfreuliche Dividendenpolitik (Dividendenrendite von derzeit rund 4,2 Prozent) fortzusetzen.