Sind eine Dividende & ein passives Einkommen von 2.500 € pro Monat unrealistisch?

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
Aktien und ETfs in der Corona Krise zum Vermögensaufbau nutzebn
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Foolishe Investoren, die auf passives Einkommen aus sind, sollten eines bedenken: Nicht bloß mit Dividenden sind passive Einkünfte möglich. Nein, sondern auch mit Teilverkäufen und regelmäßigen, jedoch nachhaltigen Entnahmen, beispielsweise bei Wachstumsaktien. Das kann deinen Horizont der Generierung von Einkommen möglicherweise noch erweitern.

So mancher dürfte sich jedoch trotzdem fragen: Wo liegt bei der Generierung von passivem Einkommen die Grenze? Beziehungsweise ist ein passives Einkommen von beispielsweise 2.500 Euro pro Monat möglich? Ein paar spannende Fragen, denen wir uns im Folgenden einmal etwas intensiver widmen wollen.

2.500 Euro passives Einkommen: Die Voraussetzungen!

Um eines vorweg zu verdeutlichen: Wer ein passives Einkommen mit Aktien in Höhe von monatlich 2.500 Euro beziehen möchte, der benötigt einen Jahreswert von 30.000 Euro. Das zeigt bereits, dass es sich hierbei zumindest nicht um ein einfaches Ziel handelt. Nein, ganz im Gegenteil.

Wenn wir so beispielsweise von konservativen Entnahme- oder Dividendenraten zwischen 3 und 4 % ausgehen, wird ebenfalls deutlich, wie ambitioniert diese Zielsetzung ist. Bei lediglich 3 % wird man ein Vermögen von einer Million Euro benötigen. Bei einer Entnahmerate von 4 % sind es hingegen 750.000 Euro. Und selbst wenn man die aktualisierte 4,5-%-Regel verwenden würde, so würde das benötigte Vermögen noch immer bei rund 666.700 Euro liegen. Wobei man eines bedenken sollte: Darin ist noch keine Sicherheitsmarge oder ein Cashpolster für schwierige Zeiten enthalten.

Wie wir daher zweifelsohne erkennen können, ist das Generieren eines passiven Einkommens von 2.500 Euro mit Aktien kein Selbstläufer. Wer jedoch viel Zeit besitzt und an der Stellschraube der Rendite beim Vermögensaufbau drehen kann, wird dieses Ziel möglicherweise erreichen können. Werfen wir in diesem Sinne einen Blick auf einige Rechenbeispiele. Wobei wir realistischerweise davon ausgehen, dass man mindestens noch 30 Jahre zur Verfügung haben wird.

2.500 Euro passives Einkommen: Dein(e) Weg(e)

Wenn wir beispielsweise davon ausgehen, dass man langfristig eine mögliche, marktübliche Rendite von 8 % pro Jahr erhalten wird, so ergeben sich bereits ambitionierte Zahlen über einen Zeitraum von 30 Jahren, um diese jeweiligen Vermögen zu erreichen: Die eine Million erreicht man so beispielsweise mit einem monatlichen Einsatz von ca. 705 Euro unter diesen Prämissen. Was möglicherweise eine sehr hohe Sparrate für viele ist.

Die 750.000 Euro hingegen kann man mit rund 529 Euro pro Monat erreichen, die 666.700 Euro mit einem monatlichen Einsatz von ca. 470 Euro. Zahlen, die realistisch sein können. Jedoch zeigen, dass ein passives Einkommen von 2.500 Euro selbst über 30 Jahre nicht einfach ist.

Wer es als Investor jedoch auf eine bedeutend höhere Rendite schafft, der wird seinen Einsatz über diese Zeit effizienter vermehren können: Über 30 Jahre und mit 12 % Rendite pro Jahr wird man für das Millionen-Vermögen „lediglich“ 325 Euro pro Monat benötigen. Für die 750.000 Euro zur Generierung passiver Einkünfte sind es 244 Euro und für 666.700 Euro wären es 217 Euro. Das zeigt, wie wichtig die Rendite ist. Und dass es über längere Zeiträume mit hoher Rendite für jeden möglich sein kann, ein solches passives Einkommen zu erreichen.

Finde deinen Weg!

Im Endeffekt wirst du natürlich deinen Weg finden müssen. Sowie zugegebenermaßen deine anvisierte Rendite definieren und die Zeit berücksichtigen, die du noch hast, bis du dein passives Einkommen von 2.500 Euro benötigen wirst. Es kann jedoch möglich sein. Wobei neben der Rendite vor allem die Zeit ein wichtiger Schlüssel ist.

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