Es ist nicht die Dividende: Warum ich überlege, die BASF-Aktie zu verkaufen

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BASF Logo BASF-Aktie
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Ja, ich überlege, die BASF-Aktie (WKN: BASF11) endgültig aus meinem Depot zu werfen. Im Endeffekt habe ich bereits die Hälfte meiner Anteilsscheine vor einiger Zeit veräußert. Und ich merke, dass ich mich mit dieser Entscheidung doch vergleichsweise wohlfühle.

Deshalb überlege ich, diese Position in Gänze zu veräußern. Es ist nicht die Dividende, warum ich mir das jetzt überlege. Zumal das Management auch mir in den letzten Jahren bewiesen hat, dass sie weiterhin konstant gezahlt wird.

Nein, es gibt andere Gründe. Möglicherweise für mich auch persönliche Gründe beim Aufbau meines Portfolios. Hier ist jedenfalls, warum ich jetzt überlege, die BASF-Aktie ein für alle Mal zu verkaufen.

BASF-Aktie: Pragmatisch, Cash für den Crash aufbauen

Ein erster Grund, warum ich jetzt möglicherweise vor dem Verkauf der BASF-Aktie stehe, hängt mit der Position an und für sich zusammen. Die Anteilsscheine am DAX-Chemiekonzern haben in meinem Depot an Bedeutung verloren. Auch, weil die Performance insgesamt durchwachsen gewesen ist und andere Aktien erfolgreicher waren. Aber natürlich auch, weil ich bereits ein größeres Aktienpaket veräußert habe.

Eine nicht wesentliche Beteiligung in meinem Depot zu halten, das kommt für mich auch aus Depot-Hygiene-Gründen nicht infrage. Insofern bietet sich bei der BASF-Aktie für mich jetzt ein Verkauf an. Möglicherweise auch im Hinblick darauf, dass ich zunächst etwas Cash halten möchte, falls die Aktienmärkte volatiler werden sollten.

Unternehmensorientiert nicht mehr so überzeugt

Von der BASF-Aktie war ich ursprünglich wegen der Dividende überzeugt. Wie gesagt: Hier hat sich die Ausgangslage eigentlich nicht verändert und mit ca. 5 % Dividendenrendite ist die Ausgangslage weiterhin ziemlich interessant. Allerdings bin ich damals einen Kompromiss eingegangen, den ich heute nicht mehr so richtig trage.

Ich habe in die BASF-Aktie bewusst als zyklischen Chemiekonzern investiert. Ganz ehrlich, eigentlich passt das nicht zu meinem Ansatz. Zum einen, weil ich von der Chemie-Branche wirklich nur begrenzt Ahnung habe. Aber auch, weil ich eigentlich nicht in Zykliker mit einem schwankenden Geschäftsmodell investieren möchte.

Auch das ist ein Grund, warum die Anteilsscheine des DAX-Chemiekonzerns nicht mehr wirklich in mein Depot passen. Beziehungsweise, warum ich bereits ein größeres Aktienpaket verkauft habe und jetzt vor dem finalen Verkauf stehen könnte.

BASF-Aktie: Opfer meiner Neuausrichtung

Obwohl die Dividende der BASF-Aktie weiterhin stark ist, bin ich aufgrund des unternehmensorientierten Fokus nicht so recht überzeugt von der Aktie. Das haben wir gerade so weit thematisiert. Ein dritter, ebenfalls persönlicher Grund ist, dass ich mein Depot kurz- bis mittelfristig neu ausrichten möchte. Weg von einem Dividendenfokus hin zu mehr Wachstum. Im Rahmen einer Auswertung habe ich nämlich gesehen, dass ich mit Wachstumsaktien erfolgreicher sein kann.

Die BASF-Aktie dürfte daher ein Opfer dieser Veränderung sein. Und das ist zu guter Letzt der finale Grund, warum ich überlege, die Anteilsscheine zu verkaufen. Wie gesagt: Unternehmensorientiert und vor allem mit Blick auf die Dividende hat sich eigentlich nichts verändert. Trotzdem passt die Aktie nicht mehr so richtig zu mir und meinem Depot. Deshalb ist es jetzt an der Zeit für mich, die Reißleine zu ziehen.

Der Artikel Es ist nicht die Dividende: Warum ich überlege, die BASF-Aktie zu verkaufen ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2021

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