Diskussion um Videobeweis: DFB-Präsident Reinhard Grindel kündigt Neu-Ausrichtung an

Der Videobeweis führt im deutschen Fußball teilweise zu großen Diskussionen. Nun hat der Präsident des DFB eine neue Ausrichtung in Aussicht gestellt.

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat nach der Absetzung von Videochef Hellmut Krug die durchaus kontroverse Neu-Ausrichtung des Videobeweis-Einsatzes in der Bundesliga bekräftigt. Laut des Chefs des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sollen den Schiedsrichtern zukünftig klare Fehlentscheidungen erlaubt sein, nur bei sogenannten "Wahrnehmungsfehlern" darf der Video-Assistent eingreifen.

"Das ist eine sportpolitische Entscheidung. Soll es nur um Wahrnehmungsfehler gehen - wie es auch die Grundlage der Regelhüter des IFAB vorsieht. Oder soll auch bei klaren Schiedsrichter-Fehlern, die jedenfalls der Assistent so erkennt, korrigiert werden - wie es übrigens Herr Krug wollte", sagte Grindel im Sport1-Doppelpass: "Wir sind der Meinung, dass letztere Variante zu viele Diskussionen, zu viel Kommunikation und zu viel Verunsicherung auslöst. Das schafft nicht die Klarheit, die wir brauchen."

Das bedeutet im Klartext: Ein Fehler des Referees soll nicht überstimmt werden, wenn er die Szene gesehen, aber "nur" falsch bewertet hat. Dies dürfte zu neuen Diskussionen über den Sinn und den korrekten Einsatz des technischen Hilfsmittels führen, da dann ja klare Fehlentscheidungen bestehen bleiben.