Discounter-Schlacht: Warum Lidl in den USA keine Chance gegen Aldi hat

Christoph Damm
lidl 53 of 71

Es war zu schön, um wahr zu sein: Die ersten Lidl-Filialen in den USA zogen die Kunden in großen Zahlen in die Märkte. Zudem erhielt Lidl auf Anhieb zahlreiche Preise: So wurde der Discounter bei der „Dairy Expo Championship Product Competition“ mit 16 Preisen ausgezeichnet — häufiger als jeder andere Wettbewerber.

Damit schlug Lidl auch bereits auf dem US-Markt etablierte Molkereien und entsprechende Anbieter. Ein Ergebnis, mit dem vor allem die großen Supermarkt-Ketten wohl nicht gerechnet hatten. Denn sie haben Lidl — und auch Aldi — laut einer Studie der US-Beratungsfirma Bain unterschätzt. Demnach gingen die Chefs der US-Märkte davon aus, dass lediglich Schichten mit schwachem Einkommen bei den deutschen Discountern einkaufen.

Zahlen sprechen gegen Lidl

Vor allem kurz nach dem Markteintritt konnte Lidl gute Zahlen präsentieren. Direkt nach dem US-Start lockte Lidl in ihren Marktgebieten elf Prozent der Besucher im Lebensmittelhandel in die Filialen.

Das Problem: Auf den guten Beginn folgte Ernüchterung. Im August lag die Quote nur noch bei acht Prozent. Das „Wall Street Journal“ berichtet über die Zahlen und zitiert Cameron Peebles, Marketing-Chef von inMarkets, mit den Worten: „Das ist ein schneller Rückgang, der mir an Lidls Stelle Sorgen bereiten würde.“

Weiterlesen auf businessinsider.de