DIHK: Koalitionsvertrag sendet widersprüchliche Signale

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Union und SPD senden aus Sicht des Deutschen Industrie- und Handelskammertags mit ihrem Koalitionsvertrag "widersprüchliche Signale". DIHK-Präsident Eric Schweitzer erklärte am Mittwoch in Berlin: "Die Wirtschaft freut sich zwar über einige gute Zukunftsinvestitionen, sie ist aber zugleich besorgt über teure Zukunftslasten, die insbesondere die Unternehmen treffen."

Positiv seien die geplanten Investitionen in eine bessere Bildung und Digitalisierung sowie in die lange vernachlässigten Berufsschulen. Ein "großer Schwachpunkt" dagegen sei der Verzicht auf Steuerentlastungen für in Deutschland tätige Unternehmen.

Schweitzer: "Ich hätte mir im Sinne der deutschen Wirtschaft insgesamt mutigere Entscheidungen gewünscht." Der Wirtschaftsstandort Deutschland könne weiterhin nur erfolgreich sein, wenn Investitionen ausgelöst und nicht ausbremsen würden. CDU, CSU und SPD haben sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in ihren Koalitionsverhandlungen grundsätzlich geeinigt.