DIHK fordert Nachbesserungen bei Paket zum Ökostrom-Ausbau

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BERLIN (dpa-AFX) - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag fordert Nachbesserungen am geplanten Maßnahmenpaket der Bundesregierung zum Ausbau des Ökostroms in Deutschland. DIHK-Präsident Peter Adrian sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: "Die größten Hindernisse beim Ausbau erneuerbarer Energien liegen bisher in fehlenden Flächen, langen Planungs- und Genehmigungsverfahren und dem Mangel an Fachkräften. Abgesehen von der Windkraft auf See gibt es in dem Paket aber nur wenige Lösungsansätze für diese Probleme."

Ohne weitere Änderungen im parlamentarischen Verfahren werde es schwierig, mit diesem "Osterpaket" das Ziel von 80 Prozent Grünstrom bis 2030 zu erreichen. Es müssten weitere Ausbau-Bremsen gelöst werden. Das Bundeskabinett hatte ein von Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) sogenanntes Osterpaket auf den Weg gebracht. Damit soll der Ausbau des Ökostroms aus Wind und Sonne in Deutschland massiv beschleunigt werden.

Adrian sagte, gerade bei Solar-Anlagen blieben zahlreiche bürokratische Anforderungen erhalten, die den Ausbau bremsten. "Hierzu zählt beispielsweise, dass die gemeinsame Nutzung von Solarstrom in einem Gewerbegebiet durch rechtliche Regelungen behindert wird." Aus Sicht vieler Unternehmen sei außerdem völlig unverständlich, dass im Gesetzespaket der Zubau erneuerbarer Energien über Direktlieferverträge vernachlässigt werde. "Dabei zeigen Unternehmen ein großes Interesse, immer mehr in Erneuerbare Energie-Anlagen zu investieren oder über direkte Lieferverträge Strom aus diesen zu beziehen." Firmen bekämen so die Möglichkeit, sich gegen steigende Strompreise abzusichern. "Die letzten Wochen haben gezeigt, wie wichtig das ist."

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