DIHK begrüßt Unions-Einigung zur Zuwanderung von Fachkräften

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Wirtschaft hat die Einigung von CDU und CSU zur Zuwanderung von Fachkräften nach Deutschland begrüßt. "Fehlende Fachkräfte sind für Unternehmen in Deutschland das größte Geschäftsrisiko", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Achim Dercks, der Deutschen Presse-Agentur. "Allein heimische Potenziale reichen aber nicht aus, um die Lücken zu schließen."

Die künftige Regierung sollte es beruflich Qualifizierten aus Nicht-EU-Ländern einfacher machen, zum Arbeiten nach Deutschland zu kommen - zum Beispiel auch in Bereichen wie Gastronomie und Logistik. Ein Zuwanderungsgesetz helfe aber wenig, wenn es keiner kenne, sagte der DIHK-Vertreter weiter. Auch sollten die Regeln in puncto Transparenz und Bürokratie auf den Prüfstand.

CDU und CSU hatten sich auf ein Paket zur Zuwanderungs- und Flüchtlingspolitik geeinigt. Darin ist auch von einer gemeinsamen "Position zur Steuerung von Einwanderung in den Arbeitsmarkt" die Rede, die sich am Bedarf der Volkswirtschaft orientieren müsse: "Kein Arbeitsplatz soll unbesetzt bleiben, weil es an Fachkräften fehlt", vereinbarten die Unionsparteien: "Deshalb sind wir zur Erarbeitung eines Fachkräfte-Zuwanderungsgesetzes bereit."

FDP und Grüne sind für ein Einwanderungsgesetz und Punktesystem zur Steuerung der Zuwanderung. Aus Sicht des DIHK gibt es in der Frage der "arbeitsmarktorientierten Zuwanderung" zur Fachkräftesicherung weitgehenden Konsens zwischen Union, FDP und Grünen, die über ein Jamaika-Regierungsbündnis verhandeln wollen. In den vergangenen Jahren seien die Zuwanderungsregeln vor allem für Hochqualifizierte verbessert worden. Die größten Engpässe jedoch hätten Unternehmen bereits heute bei Arbeitskräften mit beruflicher Ausbildung.