Digitalministerin Bär fordert Konsequenzen nach Facebook-Datenskandal

Digital-Staatsministerin Bär

Nach dem Datenskandal bei Facebook fordert die Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär (CSU), von dem US-Internetkonzern eine Reform seines Geschäftsmodells. "Wir werden uns nicht mit schönen Worten und einer Entschuldigung abspeisen lassen", sagte Bär der "Bild am Sonntag". "Facebook muss an dieser Stelle sein Geschäftsmodell verändern und transparent zeigen, wer Zugriff auf die Daten der Nutzer hat."

Facebook steht derzeit wegen des Skandals um die mutmaßliche Abschöpfung der Daten von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern durch die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica unter Druck. Die Daten sollen für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump ausgewertet und genutzt worden sein.

Bär setzt auch auf die neue EU-Datenschutzgrundverordnung. "Danach muss jeder Nutzer ausdrücklich zustimmen, dass seine Daten gespeichert werden, unabhängig davon, ob er einen Vertrag abschließt", sagte sie. "Ein Häkchen bei den AGB reicht nicht mehr aus. Einem Unternehmen, das dagegen verstößt, drohen Millionenstrafen." Die Unternehmen müssten künftig sehr viel klarer dokumentieren, was sie mit den Daten ihrer Kunden machen.