Dieses Tattoo ist so skurril wie pragmatisch

Ann-Catherin Karg
·Freie Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.
Könnte ein einfaches Tattoo die Antwort auf die Rechts-Links-Schwäche sein? (Symbolbild: Getty Images)
Könnte ein einfaches Tattoo die Antwort auf die Rechts-Links-Schwäche sein? (Symbolbild: Getty Images)

Etwa 20 bis 30 Prozent aller Menschen leiden unter einer Rechts-Links-Schwäche und haben besonders in Stresssituationen Probleme, die Richtungen korrekt zu unterscheiden. Eine Australierin hat jetzt eine ziemlich effektive Möglichkeit gefunden, das Problem ein für alle Mal zu lösen.

Was D'Kodia Laine neuerdings auf ihren Händen hat, wird ihr zukünftiges Leben enorm erleichtern. Am Übergang zwischen Handwurzel und Handgelenk ziert ein "L" ihre linke Hand und ein "R" ihre rechte. Völlig schnörkellos sehen die Buchstaben aus und erinnern damit an die Markierungen, die sich sonst vor allem auf Skisocken finden. Warum die 23-jährige Australierin das gemacht hat? Sie hatte einfach keine Lust mehr, aufgrund ihrer Rechts-Links-Schwäche ständig veräppelt zu werden.

Eine Schnitzeljagd zu viel

Gegenüber der "Daily Mail" erklärte sie, was letztendlich zu ihrem doch recht ungewöhnlichen Tattoo geführt hat: Eine Schnitzeljagd im Freundeskreis, bei der ausgerechnet sie zur Team-Navigatorin ernannt wurde und den Fahrer mit ihren wirren Richtungsangaben an den Rand des Wahnsinns trieb. Um weiteren Verspulungen vorzubeugen, habe einer ihrer Freunde ihre Hände daraufhin mit einem Stift markiert. Und aus dem anfänglichen Witz, die Markierung als Tattoo dauerhaft zu machen, wurde ernst.

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"Viel Glück auf all deinen Wegen"

Von der Tattoo-Artistin Lauren Winzer, die im Studio Hunter & Fox in Sydney arbeitet und auch schon die Körper von Prominenten wie Miley Cyrus oder Post Malone verziert hat, ließ sie sich die Orientierungshilfe stechen. Die Künstlerin selbst postete die so schlichte wie außergewöhnliche Tätowierung schließlich bei Instagram und wünschte ihrer Kundin viel Glück für deren künftige Wege – egal, in welche Richtung diese sie führten.

Viele Leute schrieben, sie könnten ein ähnliches Tattoo auch gut gebrauchen

Die frisch Tätowierte gab zu, dass das Tattoo unter ihren Freunden auch für allerlei Spott gesorgt habe. Und zeigte sich erleichtert über die Kommentare zum Instagram-Post: "Es sieht so aus, als wäre das ein Tattoo, von dem viele Leute sagen, dass sie auch so eines brauchen." Darum fühle sie sich auch nicht mehr allzu dumm.

Tatsächlich hat eine Rechts-Links-Schwäche weniger mit Intelligenz zu tun als mit einem anderen Umstand: Die Unterscheidung zwischen links und rechts ist nicht evolutionär bedingt, sondern anerzogen und kann in der frühkindlichen Entwicklung ein wenig zu kurz geraten – bei bis zu 30 Prozent der Menschen passiert dies. Ursprünglich orientierte der Mensch sich nämlich an Himmelsrichtungen.

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