Dieses Serien-Puzzle könnt ihr euch selbst zusammen setzen!

Die Kinderbuchautorin Olivia Lake (Sharon Stone) ist schon mehrere Jahre tot, ihr Täter – Olivias damaliger Verlobter Eric Neill (Frederick Weller) – sitzt in Haft. Doch dann rollt Erics Schwester Petra (Jennifer Ferrin) den Fall mit Hilfe eines Detektivs neu auf: Und was da zutage kommt, lässt Zweifel an der Verurteilung aufkommen. Denn neben Eric scheint es eine ganze Reihe weiterer Verdächtiger zu geben. Auch Olivias Leiche wurde nie gefunden.

Ein Mord in einer amerikanischen Kleinstadt. Verschiedene Verdächtige. Ein vielleicht unschuldig Verurteilter. Und ganz viele unterschiedliche Perspektiven. So weit, so üblich in Serien – doch “Mosaic” macht alles ganz anders. Denn in der neuen Serie von Steven Soderbergh geht es um Perspektivwechsel, die der Zuschauer selbst wählen kann. Der Handlungsverlauf wurde nicht linear entworfen, sondern so gestaltet, dass die Zuschauer sich selbst zu jedem Zeitpunkt aussuchen können, welchen Handlungsfaden sie gerade aufgreifen wollen. Ermöglicht wird das über eine App, die amerikanischen Serienfans – oder auch deutschen, wenn sie eine VPN-Verbindung benutzen – online zur Verfügung steht.

Doch auch ohne die selbstgestaltete Seh-Erfahrung lohnt es sich, “Mosaic” zu gucken. Denn Zuschauer, die keine Zeit in einer App verbringen wollen, können die Serie auch bequem im Fernsehprogramm gucken (in Deutschland strahlt Sky “Mosaic” aus). Dort läuft der eigene “Director’s Cut” der Serie, also die Reihenfolge der Handlungsfäden, welche die Macher selbst am besten und spannendsten finden. Und egal, welche Puzzlestücke man nun zuerst zusammensetzt, Hauptsache am Ende wird eine Frage beantwortet: Was passierte mit Olivia Lake?

Fotos: HBO/Sky