Opossum sieht aus wie Pokémon-Star Pikachu

Victoria Timm
Freie Autorin für Yahoo Kino
Pikachu hat in Australien einen realen Doppelgänger gefunden. (Bild: Getty Images)

Pikachu ist zwar nur eine fiktive Comicfigur in einer Zeichentrickserie, erlangte aber weltweiten Ruhm – ob in Videospielen, Serien oder als Kuscheltier. Nun bekommt das gelbe Pokémon Konkurrenz von einer realen Beutelratte, die ihm zum Verwechseln ähnlich sieht.

Pokémon-Fans dürften bei diesem Anblick ihren Augen nicht trauen: In Melbourne wurde ein Opossum gefunden, das man glatt mit einem Pikachu verwechseln könnte. Denn das Beuteltier hat nicht nur die gleichen schwarzen Kulleraugen und langen Ohren, sondern auch kuscheliges gelbes Fell. In den sozialen Netzwerken ist der Pikachu-Doppelgänger jetzt schon ein kleiner Star. “Oh mein Gott, es ist begehrenswert” und “Was für eine besondere und wunderschöne kleine Kreatur”, lauten nur einige der Kommentare.

“Das goldfarbene Opossum. Vor Kurzem wurde ein sehr besonderes Opossum in unsere Klinik gebracht. Die goldene Farbe ist aufgrund von Mutation entstanden, die zu einem niedrigen Level des Pigments Melanin, das sonst eine normale Farbe verursacht, führt.”

Die gelbe Färbung soll die Folge einer genetischen Mutation sein, wie Stephen Reinisch, Tierarzt der Boronia-Veterinärklinik, gegenüber “The Age” verriet. Das auf fünf Monate geschätzte Opossum wurde bereits Anfang November verängstigt in die Klinik eingeliefert. Man geht davon aus, dass es vom Rücken der Mutter heruntergefallen ist. In die Freiheit wird es vielleicht nicht mehr entlassen werden.


“Darf ich euch Pikachu vorstellen, ein verwaistes Opossum mit Gendefekt.”

Und daran ist das helle gelbe Fell nicht ganz unschuldig. Tiere mit ungewöhnlichem und vor allem hellem Fell haben in der freien Wildbahn nur wenig Überlebenschancen. Sowohl Eulen als auch Raubtiere können die Tiere dann nachts besser erkennen, wie Dr. Kath Handasyde von der School of Biosciences der Melbourne Universität laut “Stern” verriet. Tierarzt Reinisch will die Hoffnung für das gelbe Opossum aber noch nicht aufgeben.

Aktuell will man erstmal abwarten und das kleine Kerlchen aufpäppeln. Später werden die Pfleger entscheiden, wie es mit dem Pikachu-Doppelgänger weitergeht. Reinisch: “Wenn es draußen ein bisschen lebhafter wird, könnte man es freilassen, aber wenn es ängstlich bleibt, bleibt es in Langzeitpflege.”