Dieser Lidl-Spot spaltet die Netzgemeinde

Eine neue Lidl-Werbeaktion löst heftige Diskussionen aus. (Bild: ddp)

Eine neue Werbeaktion von Lidl spaltet die Gemüter: Lustig finden sie die einen, total doof die anderen. Auf jeden Fall wurde der umstrittene Clip in nicht einmal zwei Tagen schon 900 000 Mal aufgerufen.

Neu ist das Video nicht, das der Discounter jetzt für seine Werbung nutzt. Es geisterte schon 2015 durchs Internet und zeigt den spanischen Komiker Juan Joya Borja, der in einem Fernsehstudio sitzend eine Geschichte erzählt und sich dabei kaputtlacht. Wo es im Original um Paella-Pfannen geht, wurden ihm schon damals per Untertitel die abstrusesten Geschichten in den Mund gelegt.

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Die Marketing-Strategen des Discounters haben den spärlich bezahnten Komiker jetzt mit einer Geschichte übers Einkaufen untertitelt. 20 Euro gibt ihm seine Frau für einen Rieseneinkaufszettel – lachhaft! Umso größer ist dann aber die Freude, als er merkt, wie billig die gewünschte Ware bei Lidl ist und dass am Ende sogar noch etwas übrig bleibt.

Die Reaktionen reichen von super bis schrecklich

„Guckt nicht, bei den Preisen würdet ihr auch so abgehen. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis? Gibt’s nur bei Lidl“, schrieb der Discounter zu dem Video.

Über mangelnde Beachtung können sich die Macher nicht gerade beschweren, in kurzer Zeit zogen sich Hunderttausende das Video rein. Dabei waren die 1600 Kommentare an Tag zwei durchaus gespalten. Manche sind hellauf begeistert: „Mit Abstand die beste Werbung bis jetzt“, freut sich ein User, „Lidl hat einen Orden verdient. Mega gut bearbeitet“ ein anderer.

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„Gefühlt 100 Jahre, nachdem jeder Witze mit diesem Video gemacht hat. Topaktuell!“ spottet jemand, wieder ein anderer unterstellt dem Social-Media-Team von Lidl mangelnde Kreativität. „Schade, dass Lidl es nötig hat, Sachen aus dem Internet zu kopieren und dann für ihre Werbung umzugestalten. Habt ihr keine eigenen Ideen???“ Auch die Kernidee des Spots, zu zeigen, wie lachhaft günstig die Sachen bei Lidl sind, stößt bei Usern wie diesem auf Ablehnung: „49 Cent für ‘ne Tafel Schokolade?! Da weiß ich dann, wie viel beim Erzeuger ankommt, wie die Kühe behandelt werden, die die Milch geben und wie gut die Menschen davon leben können, die auf der Kakaoplantage arbeiten.“

Egal, wie man die Werbung findet – untergegangen ist sie auf jeden Fall nicht.

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