Dieser gesuchte Mann geht Facebook-Wette mit Polizisten ein – und verliert

Mit der Community des Redford Township Police Department hatte Facebook-User „Champagne Torino“ nicht gerechnet. (Bild: Facebook/Champagne Torino)

Ein von der Polizei gesuchter Mann wurde sich nun selbst zum Verhängnis, als er eine lokale Polizeiwache per Facebook-Wette herausforderte. Er zog den Kürzeren – und müsste sich jetzt, zumindest laut Wetteinsatz, selbst ausliefern.

Der Bewohner des US-Bundesstaates Michigan, der sich auf Facebook „Champagne Torino“ nennt, hat die Facebook-Seite des Redford Township Police Department nahe Detroit belästigt. Der Streit begann, als Torino auf einen der Beiträge der Polizeidienststelle mit „You guys suck!“ antwortete – zu Deutsch: „Ihr seid scheiße!“

„Angesichts deiner verschleierten Bedrohungen gegenüber Bewohnern und Beamten in anderen Diskussionen und deiner Unfähigkeit, einen konstruktiven Dialog auf dieser Seite zu führen, ist dies deine einzige Verwarnung“, ermahnten die Polizeibeamten den ausfallend gewordenen Facebook-User. „Wenn das so weitergeht, wirst du gesperrt.“ Der Mann, dessen bürgerlichen Name Michael ist, wurde laut US-Medien zu diesem Zeitpunkt bereits wegen eines bestehenden Haftbefehls gesucht.

Als Antwort versprach er den Polizisten in einer privaten Facebook-Nachricht, dass er sich selbst stellen würde, wenn der nächste Facebook-Beitrag der Polizeibehörde tausendmal geteilt würde. Die Polizeidienststelle postete daraufhin einen Screenshot von Torinos Nachricht, in der außerdem verspricht, „jeden Fitzel Müll“ vor den lokalen Schulen aufzusammeln, sollte die Polizei die Wette gewinnen. Zusätzlich wolle er ihnen ein Dutzend Donuts zukommen lassen. Dazu die Beamten: „„Herausforderung angenommen!“ Und weiter: „Er hat uns Donuts versprochen! Ihr wisst, wie sehr wir Donuts lieben!“

Der Post eroberte Facebook daraufhin im Sturm und wurde in nur einer einzigen Stunde über 1000-mal geteilt – mittlerweile sind es sogar über 4000 Shares. Als Reaktion darauf teilte die Dienststelle der Polizei eine Illustration, auf dem eine Polizistin ein Mikrofon nach erfolgreicher Arbeit fallen lässt. „Danke euch allen“, steht darunter.

Gestellt hat sich Torino bisher allerdings nicht. Er soll der Polizei aber per Facebook-Messenger mitgeteilt haben, dass er sich in den nächsten Wochen mal blicken lassen würde. „Er kann kein Mann sein, der sein Wort hält“, erklärten Sergeant Duane Gregg und Officer Jennifer Mansfield von der örtlichen Polizeistelle – offenbar glauben die Polizisten nicht an die freiwillige Selbstauslieferung. „Unserer Erfahrung nach wird jeder irgendwann erwischt“, fügten sie jedoch hinzu.