Diesen Mann hasst der WWE-Megastar wirklich

Martin Hoffmann
Heißes Thema bei WWE Monday Night RAW: die Feindschaft zwischen John Cena (r.) und Alex Riley

John Cena ist der größte und erfolgreichste Star der Wrestling-Liga WWE, seit über zehn Jahren. Wäre er es nicht mehr ohne die Hilfe von Backstage-Intrigen?

Es gibt Fans, die glauben, dass Cena unliebsame Konkurrenten mit Hilfe seiner Macht hinter den Kulissen unten hält. Und die Showkampf-Liga macht es in ihrem Programm auch immer wieder selbst zum Thema - so wie jetzt in seiner Fehde gegen den aufstrebenden Topstar Roman Reigns.


Bei der TV-Show Monday Night RAW hat Reigns es nun auf die Spitze getrieben: Er deutete an, dass Cena die Karriere einer früheren Nachwuchshoffnung ausgebremst hätte, die des mittlerweile gefeuerten Alex Riley.

Die WWE-Kreativen, die Reigns diesen (abgesprochenen) Seitenhieb setzen ließen, riefen damit eine pikante Geschichte in Erinnerung, die tatsächlich seit einigen Jahren für Gesprächsstoff bei Fans und Kollegen sorgt.

Alex Riley: "Es gab einen Vorfall mit John Cena"

Riley (eigentlich: Kevin Kiley Jr.) war zwischen 2010 und 2016 bei WWE aktiv, seine größte Rolle hatte er 2010/11 als Sidekick des damaligen World Champions The Miz.


Riley galt damals als Typ, der bei WWE zum Star hätte werden können, stattdessen sank sein Stern unvermittelt.

"Es gab einen Vorfall mit John Cena, ohne den ich einen anderen Karriere-Pfad genommen hätte", sagte der 36-Jährige Anfang des Jahres in einem Interview mit Kommentatorenlegende Jim Ross.

Was das für ein Vorfall war, darüber schweigt Riley ("Eines Tages erzähle ich die Details"), ebenso wie Cena. Es gibt Berichte über einen nicht näher eingegrenzten Bruch der Gepflogenheiten, den Riley gegenüber Cena begangen haben soll. Näheres ist aber nur zu den Folgen bekannt.


Unabgesprochener Hieb beim WWE Royal Rumble?

"Es gab irgendeine unbekannte und unvernünftige Abneigung zwischen Riley und Cena", berichtete der frühere WWE-Wrestler Tyler Reks bei Reddit: "Es ging so weit, dass jeder im Roster sich dachte, dass Cena Riley auf eine völlig unangemessene Weise behandelt hat."

Auch im Ring wurde der Konflikt sichtbar: Mehrmals wurde Cena dabei beobachtet, wie er Riley Hiebe verpasste, die nicht abgesprochen schienen - unter anderem beim Royal Rumble 2011, als er Riley direkt nach dessen Einzug von hinten niederschlug.


Derartige Vorfälle passieren im Wrestling immer wieder, in dem Fall allerdings ist die Verwunderung größer als üblich: Cena gilt eigentlich weder als "Bully", der Kollegen schikaniert, noch als Ego-Shooter, der gegen Konkurrenten arbeitet, mit denen er das Rampenlicht nicht teilen will.

Der Fall Riley ist ein krasses Gegenbeispiel, über dessen Hintergründe gerätselt wird. Es wird gemutmaßt, dass Riley Cena auf persönlicher Ebene gegen sich aufgebracht haben muss.

Jähzorn-Anfälle bei Twitter

Sollte es stimmen, wäre Cena nicht der Einzige: Riley lieferte sich bei Twitter regelmäßig Streit mit kritischen Fans, die nicht immer so wirkten, als hätte er darin noch seine Rolle als Bösewicht weitergespielt.


Legendär ist ein (mittlerweile gelöschter) Twitter-Zoff mit dem heutigen Top-Bösewicht Kevin Owens. Riley verspottete ihn: "Ich sehe dich in zehn Jahren, wenn ich dich an der Tankstelle frage, ob ich Normal oder Bleifrei haben will."

Owens' Antwort: "Das ist dasselbe, du Idiot."


Mittlerweile hat Riley übrigens (wie Cena) eine Schauspiel-Karriere eingeschlagen. In der Netflix-Serie "GLOW" ist er als Wrestler "Steel Horse" zu sehen.