In diesem Jahr 0,6 Prozent mehr Erstklässler eingeschult

In diesem Jahr wurden mehr Erstklässler eingeschult

Mit Beginn des neuen Schuljahrs sind in diesem Jahr 725.100 Erstklässler eingeschult worden. Das waren 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Die Zahl der Einschulungen stieg in allen Bundesländern bis auf Baden-Württemberg, wo es einen Rückgang um 0,8 Prozent gab. Den größten Zuwachs an Erstklässlern verzeichneten Thüringen (plus 2,5 Prozent) und Sachsen-Anhalt (plus 2,2 Prozent).

Der überwiegende Teil der Schulanfänger startete in Grundschulen (93,4 Prozent). 3,1 Prozent der ABC-Schützen wurden in Förderschulen, 2,6 Prozent in Integrierten Gesamtschulen und 0,9 Prozent in Freien Waldorfschulen eingeschult.

Von allen neu eingeschulten Kindern waren etwas weniger als die Hälfte (48,5 Prozent) Mädchen. Während ihr Anteil in den Förderschulen nur bei knapp einem Drittel (32,1 Prozent) lag, war er in den Freien Waldorfschulen mit fast der Hälfte (49,6 Prozent) am höchsten.

Im Aufwind sind demnach vor allem die integrierten Gesamtschulen. Bundesweit wurden dort im Vergleich zum Vorjahr 3,4 Prozent mehr Kinder eingeschult. Binnen zehn Jahren hat sich die Zahl der Erstklässler in Integrierten Gesamtschulen damit mehr als verachtfacht.

Der Trend zum längeren gemeinsamen Lernen führte laut Statistikamt dazu, dass der Primarbereich, also die Klassenstufen eins bis vier, an integrierten Gesamtschulen in mehreren Ländern eingerichtet oder ausgebaut wurde. Auswirkungen zeigte dies im aktuellen Schuljahr vor allem in Baden-Württemberg, wo 12,4 Prozent der Kinder ihre Schulausbildung in solchen Gesamtschulen begannen. Auch in Berlin und Thüringen war der Anteil mit jeweils 7,4 Prozent überdurchschnittlich hoch.