Diesel-Skandal: Kölner Ford-Werke sehen keinen Anlass für Software-Nachbesserung

Ein Software-Update hätte keinen maßgeblichen Einfluss auf die Luftqualität.

Die Kölner Ford-Werke sehen keinen Anlass für eine Software-Nachrüstung aktueller Dieselautos (Euro 5 und Euro 6) der eigenen Marke. Ford erfülle alle vorgeschriebenen Abgasrichtlinien, teilte der Konzern mit. Es gebe keine Abschaltvorrichtungen („Defeat Devices“).

Die Abgasreinigungssysteme von Ford arbeiteten schon jetzt „in einem sehr breiten Temperaturspektrum von minus zehn bis plus 38 Grad“. Ein Verbesserungspotenzial im Hinblick auf das öffentlich diskutierte sogenannte „Temperatur-Fenster“ bestehe nicht.

Ein Software-Update würde „keinen maßgeblichen Einfluss auf die Luftqualität haben“, so die Ford-Werke. „Dies gilt besonders für kleinere Dieselmotoren bis 2,0-Liter Hubraum, die die Mehrzahl unserer Flotte darstellen.“

Hardware-Nachrüstung nicht realistisch

Ford-Werke-Chef Gunnar Herrmann hält im übrigen die nach dem Diesel-Gipfel geforderte Hardware-Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen für nicht realistisch. Bei gebrauchten Autos wäre dies „eine Dimension, die nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht nicht mehr sinnvoll wäre“, sagte er dem „Handelsblatt“. Es sei stattdessen besser, alte Diesel von der Straße zu holen, sagte Herrmann und verwies auf die von Ford ausgelobte Umstiegsprämie.

Herrmann verglich Hardware-Nachrüstungen in der „Automobilwoche“ mit einer „Operation am offenen Herzen“. Jedes noch so kleine Teil dafür müsse „entwickelt, zertifiziert und umfassend getestet werden“, sagte er. Das lasse sich nicht einfach beim Händler oder Servicepartner erledigen. „Mit den häufig zitierten 1500 Euro pro Fahrzeug kommen Sie da lange nicht hin.“ (fs, afp)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta