Diese Waffenaktivistin soll Trump beeinflusst haben


Dunkle Affäre mit roten Haaren: Punktgenau zum Treffen von US-Präsident Donald Trump und seinem russischen Kollegen Wladimir Putin gab das US-Justizministerium die Festnahme der Russin Maria Butina wegen mutmaßlicher versuchter Einflussnahme auf Amerikas Politik bekannt.

Es ist fraglich, wie groß der Einfluss der 29-Jährigen tatsächlich war. Butina stammt aus der sibirischen Region Altai, hat dort in der Bürgerkammer, einer zivilgesellschaftlichen Einrichtung, erste praktische Erfahrungen als Pressechefin gesammelt. Besonders erfolgreich sei sie nicht gewesen, erinnert sich ein Bekannter aus Barnaul, der Butina dem Handelsblatt als „aktive, ambitionierte junge Frau, die zuerst an ihre Karriere denkt“, beschrieb.

Erst in Moskau ging Butinas Weg aufwärts. Dort immerhin konnte sie als Assistentin des Senators Alexander Torschin Fuß fassen. Torschin ist inzwischen Vizezentralbankchef und steht auf der schwarzen Liste der USA.
Beide eint wohl ihr Faible für Waffen. Das Recht auf Waffenbesitz hat Butina auch in den USA, wohin sie 2016 mit Studentenvisum ging, propagiert.

Sie engagierte sich daher vor allem in rechtskonservativen Kreisen rund um die Waffenlobby NRA und traf dort auch Trumps Sohn Donald jr. einmal. 2015 fragte sie auf einer Wahlkampfveranstaltung Donald Trumps nach den Russland-Sanktionen.
Für eine Verurteilung müssen die Behörden deutlich mehr präsentieren.