Diese vier Kinder und Jugendlichen haben an der Impfstudie von Moderna teilgenommen — hier erzählen sie, wie es war

·Lesedauer: 3 Min.
Ella Bates nahm im März an einer klinischen Studie mit dem Moderna-Impfstoff teil.
Ella Bates nahm im März an einer klinischen Studie mit dem Moderna-Impfstoff teil.

Für die Jugendlichen, die an der neuesten Covid-19-Impfstudie von Moderna teilgenommen haben, war die Impfung selbst eigentlich das, wovor sie am meisten Respekt hatten. Der 17-jährige Paul erzählte, er sei "nicht der größte Fan von Impfungen". Nachdem die anfängliche Nervosität verflogen war, fühlte er sich aber nicht mehr so sehr davon gestresst, an einer wissenschaftlichen Studie teilzunehmen.

Moderna gab kürzlich bekannt, dass sein Corona-Impfstoff bei 12- bis 17-Jährigen eine hohe Schutzwirkung bietet. Das Biotech-Unternehmen hatte mehr als 3.700 Jugendliche für eine Studie rekrutiert, um festzustellen, ob ihre Immunreaktionen mit denen bei Erwachsenen vergleichbar sind.

Business Insider hat mit vier Teenagern gesprochen, die an der Moderna-Studie teilgenommen und im März ihre zweite Impfung erhalten haben. Sie wissen bisher noch nicht, ob sie den Impfstoff oder Placebo-Injektionen bekommen haben. Insgesamt beschreiben sie die Erfahrung aber als "relativ entspannt".

Eltern meldeten ihre Kinder für die Impfung an

Paul sagte im Gespräch, dass seine Mutter auf die klinische Studie stieß, als sie nach Möglichkeiten suchte, wie sie ihn noch im Februar impfen lassen könnte. Im Alter von 17 Jahren ohne größere gesundheitliche Beeinträchtigungen war er nach den Kriterien für die Zulassung des Impfstoffs in seinem Bundesstaat noch nicht dazu berechtigt.

Die 13-jährige Ella Bates sagte, ihre Mutter habe von einer Freundin von der Moderna-Studie gehört und noch am selben Tag angerufen, um mehr zu erfahren. Bates war froh, an der Studie teilnehmen zu können, da sie wusste, dass die Studie sowohl ihr selbst als auch anderen helfen könnte. "Ich weiß, dass ich damit den Wissenschaftlern helfen kann, herauszufinden, ob der Impfstoff für Kinder sicher ist oder nicht", sagte Bates. "Und ich könnte möglicherweise einen Impfstoff bekommen, der mich schützt."

Zwei Drittel der Jugendlichen erhielten den Impfstoff, während das andere Drittel Placebo-Impfungen erhielt. Bis Moderna sich bei ihnen meldet, bleiben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch im Ungewissen darüber, ob sie tatsächlich gegen Covid-19 geimpft wurden oder nicht.

Einige hatten leichte Nebenwirkungen wie Armschmerzen und Müdigkeit

Viele Erwachsene, die geimpft wurden, verspürten nach der zweiten Impfung Nebenwirkungen, wie Kopfschmerzen, Fieber oder Schüttelfrost. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wussten bislang aber nicht sicher, ob Kinder die gleichen Reaktionen oder eher mildere Nebenwirkungen zeigen. Zwei 13-jährige Brüder fühlten sich nach ihren Impfungen im Rahmen der Moderna-Studie "ein bisschen schlapp". Ein Bruder hatte nach der ersten Impfung einen schmerzenden Arm und fühlte sich etwas müde, während der andere ein paar Tage nach der zweiten Spritze sehr müde war.

Paul sagte, dass er nach der ersten Impfung Muskelschmerzen hatte, aber nicht nach der zweiten. Bates hingegen fühlte sich nach der ersten Dosis gut und hatte nach der zweiten Dosis Kopfschmerzen und leichte Muskelschmerzen. Die Freiwilligen meldeten Moderna alle Nebenwirkungen über ein elektronisches Tagebuch. Sie gingen auch in ihre örtlichen Kliniken, um sich Blut abnehmen zu lassen, damit die Forscherinnen und Forscher ihre Antikörperspiegel überwachen konnten.

Ellas Mutter, Cristy Bates, ist stolz auf den kleinen Beitrag ihrer Tochter zur Wissenschaft. "Für mich ist es erstaunlich, dass Ella eine kleine Rolle in der Geschichte einnimmt, weil sie den Impfstoff testet. Sie hilft sicherzustellen, dass er für Kinder sicher ist", sagte Bates. "Ich bin so stolz auf sie, dass sie bereit ist, sich von der Schule freizunehmen und sich Blut abnehmen zu lassen — was keinen Spaß macht — nur um anderen Menschen zu helfen."

Dieser Artikel wurde von Ilona Tomić aus dem Englischen übersetzt und editiert. Das Original lest ihr hier.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.