Diese Rede Erdogans zeigt, dass er in seinem Hass auf Kurden keine Grenzen kennt

Susanne Klaiber

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan führt in Syrien einen blutigen Krieg gegen die Kurden. Jetzt hat er klargemacht, dass er ihn sogar noch ausweiten will. 

Die türkische Offensive im Nahen Osten auf den Punkt gebracht

Was Erdogan plant:

► Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Montagabend angekündigt, die Militäroffensive im Nahen Osten noch weiter auszuweiten, in Nordsyrien und sogar in der Sindschar-Region im Nordirak. In groben Zügen hatte Erdogan den Schritt bereits vor einer knappen Woche angekündigt.

► Seine Truppen und verbündete syrische Kräfte würden nun weiter nach Osten vorrücken, Richtung der Stadt Manbidsch, etwa 145 Kilometer östlich von Afrin, und den Gegenden östlich des Flusses Euphrat, wo auch die Stadt Kobane (arabisch Ain al-Arab) liegt. 

► Die Gebiete werden von syrisch-kurdischen Kräften gehalten, die von den USA unterstützt werden. Auch US-Truppen sind dort stationiert.

Warum Erdogan die Offensive so wichtig ist:

► Seit 1984 kämpft die PKK – eine kurdische Arbeiterpartei und nach EU-Sicht auch Terrororganisation – gegen die türkische Regierung, mit dem Ziel der Autonomie. Die türkische Regierung unterdrückt umgekehrt die Kurden im Land.

► Erdogan fürchtet, dass sich die Kurden im Südosten der Türkei, in Nordsyrien und im Nordirak zu einem Staat zusammenschließen könnten. Er will um jeden Preis verhindern, dass ein kurdischer Staat an der Grenze zur Türkei entsteht.

► Im Juli 2015 griff die türkische Armee erstmals in großem Stil in den Syrien-Krieg ein und beschoss unter anderem ein...

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