Diese fünf DAX-Vorstände verdienen am meisten

Der Deutsche Aktienindex (DAX) berechnet den Wert der 30 größten deutschen (Aktien-) Unternehmen. (Bild: AP Photo)

Einmal im Jahr wird das Jahresgehalt der DAX-Vorstände geschätzt. Dieses Jahr schafft es ein Vorstandsvorsitzender, eine symbolische Marke zu überschreiten.

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz schätzt jedes Jahr die Einkommen der Vorstände von DAX-Unternehmen. Im DAX, dem Deutschen Aktienindex, werden die 30 wertvollsten deutschen Aktiengesellschaften gelistet. Unter den führenden Vorstandsvorsitzenden sind ein paar alte Bekannte.

Dr. Bernd Scheifele. HeidelbergCement ist der weltweit zweitgrößte Zementproduzent. (Bild: AP Photo)

Auf Platz fünf steht Dr. Bernd Scheifele. Er ist Vorstandsvorsitzender des Zement-Produzenten HeidelbergCement. Pro Jahr verdient er 2,44 Millionen Euro. Ein durchschnittlicher Mitarbeiter von HeidelbergCement verdient 44.000 Euro – bei keinem anderen der fünf Top-Verdiener ist die Diskrepanz so groß.

Harald Krüger ist seit Mai 2015 Vorstandsvorsitzender der BMW AG. Der 51-Jährige folgte auf Norbert Reithofer. (Bild: AP Photo)

Harald Krüger ist der Vorstandsvorsitzende von BMW und liegt bei allen DAX-Managern an vierter Stelle in Sachen Gehalt. 7,628 Millionen Euro fließen jährlich auf sein Konto, davon „lediglich“ 162.000 Euro aufgrund von aktienkursbasierter Vergütung. Im Vergleich mit anderen Top-Managern ist das erstaunlich wenig.

Dr. Dieter Zetsche ist 64 Jahre alt und seit 2006 Vorstandsvorsitzender des Autobauers Daimler. (Bild: AP Photo)

Auf dem dritten Platz steht Dr. Dieter Zetsche von der Daimler AG. Der Manager mit dem markanten Schnäuzer verdient pro Jahr 7,716 Millionen Euro in seiner Position bei Daimler. Von 2006 bis 2007 war er schon einmal Vorstandsvorsitzender. Damals hieß das Unternehmen noch DaimlerChrysler AG.

Matthias Müller wurde Vorstandsvorsitzender, nachdem Martin Winterkorn 2015 im Zuge des Abgasskandals zurückgetreten war. (Bild: AP Photo)

Auf Platz zwei findet sich ein alter Bekannter: Der VW-Konzern. Matthias Müller verdient pro Jahr 9,615 Millionen Euro. Das ist viel – aber im Gegensatz zu Martin Winterkorn, seinem Vorgänger, noch recht wenig.

Acht der 13 Millionen, die Bill McDermott pro Jahr verdient, stammen aus aktienkursbasierter Vergütung. (Bild: AP Photo)

Den stolzen ersten Platz belegt Bill McDermott von SAP. Er verdient pro Jahr über 13 Millionen Euro und bricht damit eine Grenze, die bislang nur zwei Top-Manager geknackt haben: Ein Jahreseinkommen von über zehn Millionen Euro. Nur Martin Winterkorn von VW und Josef Ackermann von der Deutschen Bank haben das geschafft. Andere Mitarbeiter bei SAP verdienen im Durchschnitt 122.000 Euro – ein vergleichsweise hoher Wert. SAP liegt unter allen Aktienunternehmen des DAX’ im Mittelfeld bei der Diskrepanz zwischen Durchschnitts- und Topgehalt im Unternehmen.