Diese Frau mischt die eSports-Szene auf

Florian Merz
Kim "Geguri" Se-yeon wäre die erste Frau, die der Overwatch League beitreten würde.

Bislang besteht die Overwatch League ausschließlich aus männlichen Teilnehmern. Dies könnte sich nun in den kommenden Wochen ändern. Gemäß ESPN haben mehrere Quellen darüber berichtet, dass die Koreanerin Kim "Geguri" Se-yeon schon bald dem eSports-Team Shanghai Dragons beitreten wird. Neben der eSports-Athletin sind auch zwei weitere Neuzugänge geplant.


Besser als ein Aim-Bot

International wurde "Geguri" erstmals bekannt, als sie 2016 des Schummelns bezichtigt wurde. Im Zuge eines Turniers kam die Behauptung auf, ihre Leistung an der Maus sei ohne Softwareleistung unmöglich zu schaffen. Sie würde einen Aim-Bot benutzen, also eine Software, die dem Spieler dabei aktiv hilft besser zu zielen.


Diese Aussagen konnte die Koreanerin jedoch kurzerhand durch eine überwachte Spielsession, in der ihre Leistungen aufgezeichnet und ausgewertet wurden, zerschlagen. 

Erste Frau in der Overwatch League

Kim "Genguri" Se-yeon wäre nicht nur die erste Frau, die aktiv in das Geschehen der Overwatch League eingreifen würde. Sie wäre auch zeitgleich eine der ersten weiblichen Personen, die in der höchsten Spielklasse ihres gewählten Spiels antritt. Zwar gab es bislang noch keine offizielle Mitteilung der Shanghai Dragons bezüglich ihres Engagements, jedoch wird diese in den kommenden Wochen erwartet.

Neben "Genguri" sei zudem eine Verpflichtung der ebenfalls aus Korea stammenden Spieler Lee "Fearless" Eui-Seok und Cheon "Ado" Ki-hyun geplant. 

Frauen im eSports

Bislang ist die Welt des eSports eine von Männern dominierte Domäne. Doch immer mehr Frauen finden Gefallen an den kompetitiven Auseinandersetzungen. Bekannte Namen neben Kim "Geguri" Se-yeon sind unter anderem Stephanie "missharvey" Harvey im Bereich Counter-Strike oder Sasha "Scarlett" Hostyn in StarCraft II.


"Scarlett" konnte sich erst jüngst in einem großen internationalen Turnier, der IEM PyeongChang, gegen die Konkurrenz durchsetzen. Das Turnier selbst wurde im Vorfeld zu den Olympischen Winterspielen mit voller Unterstützung des Olympischen Komitees begleitet.