Diese Esportler blieben Vereinen treu

pasha wird wohl nicht mehr den Dress von Virtus.pro ablegen

Der eSports gilt als schnelllebig. Oft beklagen sich Fans über die dauerhaften Wechsel und das Resultat aus fehlendem Fangefühl. Einige Spieler jedoch haben sich das zu Herzen genommen und sind ihren Organisationen fast dauerhaft treu geblieben.

Ob Dota 2, CS:GO oder League of Legends – jede eSports-Disziplin hat seine Altstars, die fast durchgehend in ein und demselben Trikot aufgelaufen sind. Namen wie Dendi, Faker oder Get_RiGhT sind dadurch zum Kultstatus aufgestiegen.

Völlig unbetrübt in die Offseason

Besonders Dota 2 war jahrelang bekannt für extreme Wechselkarussels in der Off-Season. Sobald das Multi-Millionen-Event The International ausgespielt war, wechselten die Verlierer des Turniers durch – meist sogar nahezu den kompletten Teamkern.


Einige Spieler blieben davon aber nicht betroffen, wie vor allem Dendi, der schon seit 2010 im traditionell gelben Gewand von Natus Vincere auftritt – mittlerweile ist er das Gesicht der Organisation.

Auch wenn die Erfolge ausbleiben, gehört er immer noch zum Lineup und ist aus Na'Vi nicht mehr wegzudenken.

Dazu gesellen sich auch zwei Evil Geniuses-Spieler, die zwar kurze Intermezzos mit einem anderen Team hatten beziehungsweise sich auf die Coaching-Position zurückzogen: Fear und UNiVeRsE sind Urgesteine der nordamerikanischen Organisation und waren auch Teil des legendären TI-Quintetts, das das Mega-Event gewinnen konnte.

Lange Zeit galt dieses auch für Alliance, die nahezu das ganze Team über vier Jahre hielten. Mittlerweile ist aber nur noch Loda für die schwedische Organisation aktiv.

Die Schweden als Vorreiter

In CS:GO sind es ebenfalls Schweden, die große Treue beweisen – allen voran GeT_RiGhT, f0rest und Xizt, die seit dem Beginn der CS:GO-Zeit 2012 für die Ninjas in Pyjamas aktiv sind.


Überraschend ist das für alle Nostalgie CS 1.6-Fans, denn immerhin waren die Schweden damals als Clanhopper gebrandmarkt – gefühlt wechselten die Spieler mindestens einmal pro Jahr ihre Organisationen dort. Nahezu alle schwedischen Ausnahme-Spieler durchliefen die Stationen Fnatic, SK Gaming oder Begrip.

Die loyalen Polen

Wenn man schon von alten Hasen in CS spricht, darf natürlich das legendäre polnische Trio nicht fehlen: neo, TaZ und pasha. Besonders TaZ und neo spielen schon seit mehr als 10 Jahren in einem Team – das ist eSports-Rekord!


Große Clantreue bewiesen die beiden dabei aber nicht: Allein in 1.6 spielten sie unter neun verschiedenen Organisationen. Erst in CS:GO ab 2014 kehrte Ruhe bei ihnen ein. Mit den beiden jungen Spielern Snax und byali an ihrer Seite gingen sie unter das Dach von Virtus.pro, wo sie auch jetzt noch schrieben.

Im Jahr 2016 sorgten sie für Aufsehen, als sie einen Vertrag bei der russischen Organisation unterschrieben, der für die nächsten vier Jahre gilt – erstmals nehmen die Verträge Fußball- oder anderem Leistungssport-Charakter an.

Der nächste Natus Vincere-Veteran

Auch zwei weitere Osteuropäer sind bekannt für lange Treue: ANGE1 spielt schon seit 2014 für die HellRaisers, nachdem sich die Astana Dragons auflösten.

In dem Lineup befand sich auch Edward, der für vier Monate bei den Drachen spielte. Seine große Liebe ist und war jedoch Natus Vincere. Seit 2009 gehörte er dem ukrainischen Team an und war mitverantwortlich für den Aufstieg der Organisation in die Top-Riege.


Auch jetzt spielt er noch bei Na'Vi und ist aus dem Lineup nicht mehr wegzudenken.

Die Maus und der Drache

Die Berliner Organisation mousesports war in CS 1.6 noch für stabile Lineups bekannt, in CS:GO kam es aber des Öfteren schon zum großen Umbruch – ein Spieler überlebte jedoch jeden davon:

ChrisJ ist schon seit 2013 bei den Mäusen in Rot. Auch wenn er einen Monat auf der Bank verbracht hat, steht er nun mittlerweile vier Jahre dauerhaft unter Vertrag bei mousesports.


Und auch bei den Drachen von TyLoo gibt es einen konstanten Faktor: Ansager Mo steht schon seit 1.6-Zeiten im Dienste der Organisation – seit 2011 wechselte er nicht einmal die Organisation.

Honorable Mention ist in diesem Fall ein Spieler aus Australien: AZR spielt seit 2015 für die Australier bei den Renegades, die sich aus der Organisation von Vox Eminor bildeten. Für diese spielte AZR schon seit 2012.

Auch hier setzt Faker Maßstäbe

Faker, Faker und nochmals Faker – in League of Legends und generell im eSports ist dieser Name vergleichbar mit Cristiano Ronaldo im Fußball oder Tom Brady im American Football. Der Südkoreaner gilt als GOAT – Greatest Of All Time – und diesen Status hat er sich hart erarbeitet.


Seit 2013 ist der Mid-Laner schon bei SK Telecom T1 aktiv, seit 2013 gehört die Organisation zur Top-Riege in League of Legends. Mittlerweile kann er drei WM-Titel sein Eigen nennen.

Ein halbes Jahr später stieß dann auch Bang zur Organisation hinzu, der seit Anfang 2015 an der Seite des Ausnahme-Spielers steht.

Auch Taiwan hat zwei Altstars, die nie wirklich über einen Wechsel nachgedacht haben: Maple und SwordArt sind schon seit 2013 Teil der Organisation der Flash Wolves, die zuvor die Gama Bears waren.

Nordamerikas Urgesteine

In Nordamerika gibt es zwei markante Spieler, die ihren Organisationen auf lange Sicht treu geblieben sind. Besonders „Der Faker des Westens“ sticht dabei ins Auge – immerhin ist Bjergsen schon seit Ende 2013 nicht mehr aus Team SoloMid wegzudenken und ein Garant für den Erfolg.


Ebenfalls solange im Business ist Sneaky. Der AD-Carry von Cloud9 ist aus dem hellblauen Dress nicht mehr wegzudenken.