Diese eindrücklichen Fotos zeigen, wie falsch wir über Obdachlose denken

Sophie Franz
Ein Mann, zwei Gesichter: Das Fotoprojekt Repicturing Homelessness verwandelt Obdachlose durch Umstyling.
  • Für das Fotoprojekt “Repicturing Homelessness” schlüpfen Obdachlose vor der Kamera in andere Rollen
  • Die Bilder zeigen: Oft urteilen wir vorschnell über andere Menschen

Fettige Haare, schmutzige Klamotten, zerrissene Rucksäcke mit wenig Hab und Gut darin: Meistens machen Obdachlose keinen besonders gepflegten Eindruck. Das Leben auf der Straße hinterlässt eben seine Spuren.

Doch zu oft lässt man sich zu einem Schubladendenken verleiten: Diese Menschen sehen anders aus als ich, die sind weniger wert. 

► Das Fotoprojekt “Repicturing Homelessness” zeigt jetzt, wie falsch wir mit dieser Annahme liegen.

Weltweite Aufmerksamkeit für Düsseldorfer Obdachlose

Das Projekt der Düsseldorfer Agentur Havas und der Foto-Agentur Getty Images zeigt obdachlose Verkäufer der Straßenzeitung “fiftyfifty” in einem ganz anderen Blickwinkel. Die Wohnungslosen wurden hergerichtet, frisiert, neu eingekleidet – und standen vor der Kamera als Models für die beliebtesten Motive von Getty Images.

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Das Ergebnis kann sich sehen lassen – und lässt tief blicken: Bei einigen Betrachtern könnte er ein Gefühl der Scham auslösen: Urteile ich vielleicht zu schnell über andere Menschen?

Ausgestellt wird das Foto-Film-Projekt in der Düsseldorfer Kirche am Martin-Luther-Platz, die Ausstellung läuft noch bis 4. Mai. 

Mittlerweile schaut die ganze Welt auf die Düsseldorfer Obdachlosen, die in einen Manager, Modedesigner oder in eine hübsche Kellnerin verwandelt wurden.Denn die Foto-Agentur Getty hat ein internationales Renommee, Medien aus allen Ländern haben über das Projekt berichtet.

Doch wer sind die Menschen auf den Fotos? Was ist ihre Geschichte?

Der 62 Jahre alte Karl-Heinz Hasenjäger wurde als Modedesigner abgelichtet, in der Zeitung “fiftyfifty” sagt der Mann, er sei “auf der Straße geboren” worden: seine Eltern waren schon...

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