Diese Chancen hätte Nordkorea bei wirtschaftlicher Öffnung

Noch steht zu beweisen, dass das Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un über den Symbolgehalt hinaus tatsächliche Auswirkungen haben wird. Für Nordkorea könnten die nur positiv sein, behauptet ein bekannter Investment-Experte.

Was wird das Treffen zwischen Kim Jong-un und Donald Trump bewirken? (Bild: AP)

Mark Mobius kennt den asiatischen Raum aus jahrelanger Arbeit für die Fondsgesellschaft Franklin Templeton. In der Investment-Branche ist er eine Größe, auf deren Einschätzung Wert gelegt wird. Und so dürften nicht nur in Nordkorea einige Menschen genau hingehört haben, als er im Interview mit dem US-Sender “CNBC erzählte“, welche Auswirkungen eine Denuklearisierung und eine damit einhergehende Öffnung Nordkoreas haben könnte.

Als eine “riesige Chance“ bezeichnete er die Brückenfunktion, die Nordkorea zwischen den Märkten Südkorea, China und Russland einnähme. Könnte man Waren künftig durch das bislang abgeschottete Land transportieren, wäre der logistische Vorteil enorm.

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Ein weiteres Plus, das Nordkorea bislang nicht nutzt, befindet sich im Boden des Landes. Mobius sagte: “Wir sehen in erster Linie die Rohstoffkapazitäten – seltene Erden, Öl, Erdgas, davon gibt es gewaltige Vorkommen in Nordkorea, die erschlossen werden können.“ Schätzungen zufolge könnte der Wert der Rohstoffvorkommen bei sechs Billionen US-Dollar liegen.

Könnte man die 25 Millionen Einwohner Nordkoreas künftig zu den 50 Millionen Südkoreanern zählen, würde das außerdem eine gewaltige Vergrößerung des Marktes bedeuten. Und es sei anzunehmen, dass die darbenden Nordkoreaner bereit für eine wahre Konsumrevolution wären, sobald sich ihr Lebensstandard zu bessern beginne.

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Wirklich in Sicht ist von alldem bislang aber nichts. Noch ist Nordkorea eine Atommacht, und noch hat Donald Trump lediglich von der vagen Möglichkeit gesprochen, die Sanktionen gegenüber Nordkorea in nicht näher bestimmter Zukunft zu lockern.