Diese bahnbrechende Technik wird die mentale Leistungsfähigkeit verbessern

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Diese bahnbrechende Technik wird die mentale Leistungsfähigkeit verbessern


Mit einem hochmodernen und speziell entwickelten Helm wird in einem Pilotversuch daran geforscht, wie Rennfahrer mithilfe von mentalem Training ihre Leistung steigern können. Der Helm, ausgestattet mit Technik, die die Gehirnströme der Fahrer misst, ist ein Prototyp und Teil einer groß angelegten Studie, bei der das menschliche Gehirn im Mittelpunkt steht. Welche Rolle spielt es bei der Leistungssteigerung? Wartet hier bislang unentdecktes Potenzial darauf, wachgeküsst zu werden? Die Trainingsanalyse der Rennfahrer soll wichtige Rückschlüsse liefern, wie das mentale Training der Rennfahrer dabei helfen kann, Stress im Alltag besser zu bewältigen.

Bereits seit geraumer Zeit wenden Spitzensportler verschiedene Methoden des mentalen Trainings zur Optimierung ihrer Leistung an. Diese sportpsychologischen Techniken haben mittlerweile auch in anderen Lebensbereichen Einzug gehalten: Menschen suchen nach Mitteln und Wegen, um mit der Hektik einer zunehmend vernetzten Welt besser umgehen zu können. In der Studie „The Psychology of Performance" wird nun untersucht, ob das mentale Training der Rennfahrer auch dann einen positiven Effekt hat, wenn man nicht hinter dem Steuer sitzt.

Entwickelt wurde das Programm, bei dem ein EEG-Headset (EEG = Elektroenzephalogramm) zur Beobachtung der Gehirnwellen eingesetzt wird, von Ford Performance (dem Motorsport-Zweig des US-Autobauers) in Zusammenarbeit mit dem King's College London und dessen Technologiepartner UNIT9. Ein mobiles EEG-Gerät ist ideal, um die elektrische Aktivität des Gehirns zu messen, und kann dank seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten auch außerhalb des Labors Gehirnwellen in realen Szenarien untersuchen. Oder, wie im Falle der Studie, in der virtuellen Realität (VR).

„Durch die Verwendung modernster VR- und EEG-Methoden wollen wir zunächst den Zusammenhang zwischen dem Fahren und der dabei auftretenden Müdigkeit ergründen", sagt Dr. Elias Mouchlianitis vom Institut für Psychiatrie, Psychologie und Neurowissenschaften am King's College London. „Im Anschluss gilt es dann herauszufinden, ob mentales Training Autofahrern dabei helfen kann, sich länger und besser zu konzentrieren."

(Ford) (Ford)

Virtuelle Rennstrecke
Die Teilnehmer – darunter einige der weltbesten Rennsportler, aber auch normale Autofahrer – werden in einem VR-Fahrsimulator unterwegs sein, ihre Konzentration und Reaktionszeiten dabei konstant gemessen.

Der Virtual-Reality-Test bietet eine immersive Herausforderung und ist darauf ausgelegt, das Autofahren so authentisch wie möglich abzubilden. „VR ist hier besonders effektiv, weil die Probanden vollständig in das Experiment eintauchen können. Sie sind weniger abgelenkt und man kann alle Parameter in der virtuellen Umgebung exakt steuern", so Dr. Mouchlianitis. „Dank VR können so auf einfache Weise auch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade beim Fahren in einer sicheren Umgebung getestet werden."

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Während der Tests wird sowohl die Leistung als auch die Gehirnaktivität gemessen. Die Zusammensetzung der Gruppe wurde bewusst geplant: Einige der Probanden haben bereits Erfahrungen mit mentalen Trainings- und Meditationsmethoden aus der Sportpsychologie gesammelt, andere gehen vollkommen unvorbereitet in das Experiment. So können Experten die Leistungsdaten dieser beiden Gruppen untersuchen, miteinander vergleichen und schließlich den Effekt des mentalen Trainings auf das Gehirn und somit auf die Leistungsfähigkeit messen.

Auch der Rennsport profitiert
Zeitgleich arbeitet man bei Ford bereits an der Entwicklung eines Prototyps für einen EEG-Rennhelm, den das Motorsport-Team zukünftig im Simulator verwenden soll. Äußerlich kann man das Modell nicht von einem herkömmlichen Helm unterscheiden – die Produktdesigner sind aktuell damit beschäftigt, das EEG-Gerät und die benötigten Sensoren zu integrieren, damit die Gehirnwellen der Fahrer auch tatsächlich gemessen werden können.

Man hofft, dass die Ergebnisse der Studie, die bereits im November vorliegen werden, wichtige Erkenntnisse darüber liefern werden, wie unterschiedliche Meditations- und Visualisierungstechniken wirken, und bei der Bewältigung von Stress im Alltag helfen können – egal ob hinter dem Lenkrad oder während einer Präsentation im Büro.

(Ford)


Mit Leistungsdruck besser umzugehen, ist eine Fähigkeit, von der alle profitieren können: in besonders herausfordernden Situationen, aber auch im Alltag.

Die wegweisende Studie „The Psychology of Performance" ist ein weiterer Schritt in Fords langer Tradition, mit Innovation und der Entwicklung neuer Technologien für mehr Sicherheit auf den Straßen zu sorgen und das Leben auch in anderen Bereichen zu verbessern. Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich mit Wissenschaftlern und Herstellern daran, neue Ansatzpunkte für Innovation zu finden. Die geplante Studie ist dafür das aktuellste Beispiel.

Möchtet Ihr wissen, ob mentale Trainingstechniken wirklich unser Gehirn beeinflussen können? Bereits in wenigen Wochen werden wir diese Frage an dieser Stelle beantworten.