Diese 4 Unternehmen wirbeln die Videospiel-Branche auf

Motley Fool Investmentanalyst

Die Videospiel-Branche ändert sich schnell. PC- und Konsolenspiele werden graphisch immer anspruchsvoller, digitale Vertriebskanäle ersetzen Ladengeschäfte und die Anzahl der Nutzer steigt und steigt.

Natürlich bleibt nicht alles beim Alten. Schauen wir doch einmal nach, wie vier konstruktive Zerstörer ? Nintendo (WKN:846009), Sony (WKN:853687), Microsoft (WKN:870747) und Tencent (WKN:A1138D) ? die Branche aufmischen.

Nintendo ? neues Gewand

Nachdem sich die Wii U als Flop herausstellte, haben viele Anleger Nintendo abgestoßen. Allerdings konnte das Unternehmen Anfang des Jahres mit der Switch eine Überraschung landen, eine Hybrid-Konsole, die transportabel wie auch zuhause gespielt werden kann.

Die Switch ist zwar nicht so leistungsstark wie eine Playstation 4 oder eine Xbox One, allerdings sind die interessante Form und starke First-Party-Games wie The Legend of Zelda: Breath of the Wild und Mario Kart 8 so attraktiv, dass die Switch die am besten verkaufte Konsole dieses Jahres wurde.

Im Juli hieß es, dass Nintendo 4,7 Millionen Geräte verkauft hätte, was besser ist als die Performande des ersten 3DS und der Wii U in ihren ersten vier Monaten auf dem Markt. NPD berichtete, dass die Switch im Juli stärker als die PS 4 verkauft hätte.

Wenn die Beliebtheit der Switch weiter zunimmt, ist es sicher vorstellbar, dass andere Unternehmen ebenfalls Hybrid-Geräte verkaufen ? modulare Designs ziehen wohl besser als bloße Leistung.

Sony ? die VR-Pioniere

Offenbar haben es Facebooks (WKN:A1JWVX) Oculus Rift und HTCs Vive alles andere als leicht, weil sie einfach sehr teuer sind und voraussetzen, dass Nutzer zuhause High-End PCs rumstehen haben. Sonys Playstation VR hingegen findet guten Absatz, konnte seit vergangenem Oktober bereits eine Millionen Einheiten verkaufen.

Das ist im Gegensatz zu den 61 Millionen verkauften PS4-Geräten natürlich nicht viel, ist aber eigentlich ziemlich solide. Daten vom Februar geben die Schätzung an, dass Facebook und HTC bloß 240.000 bzw. 420.000 Headsets verkauft haben.

Es ist aber schon gut nachvollziehbar, warum die PSVR so erfolgreich ist. Nicht nur, dass man mit 399 Dollar am unteren Preisende ist, man benötigt auch keine allzu teure Hardware ? in den USA ist eine PS4 schon für 300 Dollar zu haben, die PS4 Pro für 400 Dollar. Deswegen packen viele Schmieden ihren Games PSVR-exklusive Features bei. Und so könnte VR endlich in den Massenmarkt dringen.

Microsoft ? die AR-Innovatoren

Zwar hat Microsoft noch kein eigenes VR-Headset für die Xbox One auf den Markt gebracht, allerdings hat man den Markt stark mit der HoloLens besetzt. Das HoloLens-Digitalprojekt projiziert digitale Objekte auf die echte Welt, indem es Flächen und Kanten abtastet und Tiefe erkennt. So kann man dann Minecraft auf Tischen spielen und virtuelle Feinden im Wohnzimmer begegnen.

Die HoloLens ist noch nicht dem Massenmarkt zugänglich. Allerdings haben Entwickler bereits AR-Demos von Portal und Pokémon Go mit tollen Ergebnissen gestartet. Andere native Games, wie etwa der Detektiv-Thriller Fragments und die Shooter RoboRaid und Vivo zeigen ähnlich starke Ergebnisse.

Tencent ? alles auf Social Games

Das chinesische Unternehmen Tencent ist der größte Hersteller von Videospielen weltweit. Denen gehört das E-Sport-Spiel League of Legends, und unter den Mobile Games finden sich Clash of Clans und Honor of Kings. Tencent gehört auch WeChat, die größte Messaging-App in China, die monatlich rund eine Milliarde Nutzer hat.

Tencent hat diese Systeme via Social Gaming einfach miteinander verknüpft. Als Spieler kann man die neuesten Mobile Games via WeChat oder QQ spielen, der älteren, PC-basierten Variante. Das Ranking wird dann automatisch den Freunden angezeigt, was zu mehr Konkurrenz und neuen Spielern führen soll.

Facebook hat das auch schon einmal versucht, indem sie kleine Messenger-Games eingeführt haben. Aber das Portfolio an Games ist im Vergleich zu Tencent noch immer recht dünn.

Die Takeaways

Der eine oder andere denkt wahrscheinlich immer noch, dass Videospiele spielen bedeutet, dass man einen Controller in die Hand nimmt oder über einen Bildschirm wischt. Neue Formen wie die Switch aber sorgen dafür, dass die Grenzen zwischen Konsole und Mobile-Gaming verwischen. VR- und AR-Headsets zeigen, dass man auch anders mit Spielen interagieren kann. Social Gaming sorgt dafür, dass das Soziale Netzwerk von Gamern vergrößert wird. Diese Trends sollten dazu führen, dass die Videospielbranche in der Zukunft immer und immer interessanter wird.

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Dieser Artikel von Leo Sun erschien am 16.9.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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