Diese 4 Aktien-Fehler killen im Crash deine Rendite

Geldbeutel Geld Aktien
Geldbeutel Geld Aktien

Besonders, wenn es an der Börse wild zugeht, so wie jetzt gerade, spielt uns unsere Psyche gerne den einen oder anderen Streich. Wir denken, rational zu handeln – aber eigentlich tun wir das genaue Gegenteil. Und so verschenken wir beim Investieren in Aktien bares Geld.

Doch wenn du die Schwachpunkte deines Unterbewusstseins kennst, kannst du schlauere Entscheidungen treffen – und erzielst eine bessere Rendite mit deinen Aktien. Die folgenden vier Fehler können dich im Crash besonders teuer zu stehen kommen.

Die Angst vor Verlusten

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass ein Verlust von 100 Euro deutlich stärkere negative Emotionen in uns auslöst, als ein Gewinn von 100 Euro positive Gefühle freisetzt. Übertragen auf die Aktienwelt kann das im schlimmsten Fall bedeuten, dass wir an einem Rohrkrepierer im Portfolio festhalten, bei dem unsere Investmentthese nicht aufgegangen ist. In der Hoffnung, irgendwann wenigstens noch „mit plus/minus null rauszugehen“.

Aber unseren Aktien sind unsere Einstandskurse völlig egal. Das Einzige, was am Aktienmarkt zählt, ist, in Zukunft eine möglichst hohe Rendite zu erzielen. Dafür sollten wir auf die allerbesten Aktien setzen und nicht auf Rohrkrepierer.

Um im Crash seltener mit dem negativen Gefühl der Buchverluste konfrontiert zu werden, kann es schon reichen, nicht mehr täglich ins Depot zu schauen, sondern nur noch wöchentlich oder gar monatlich. Für einen langfristigen Anleger ist das ohnehin der bessere Weg.

Der Panikverkauf aller Aktien

Hohe Verluste können aber nicht nur eine Angst vor deren Realisierung auslösen, sondern auch das genaue Gegenteil: einen Panikverkauf all unserer Aktien.

Dabei übersehen viele Anleger das große Problem, das ein Panikverkauf mit sich bringt: Irgendwann muss man auch wieder rein in den Aktienmarkt. Viel zu oft verpassen wir in solchen Situationen den richtigen Zeitpunkt und schauen traurig den steigenden Aktien hinterher.

Die Illusion, die Kontrolle zu haben

Wir Menschen lieben das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Aber die Welt ist unberechenbar. Für den Aktienmarkt gilt das ganz besonders. Wer in Aktien investiert, muss sich der Tatsache bewusst sein, dass alles passieren kann. Wir können den Weg der Dinge nicht beeinflussen, sondern nur lernen, in einer chaotischen Welt Schritt für Schritt bessere Entscheidungen zu treffen.

Konkret bedeutet das: Es gibt kein Patentrezept, um in der Talsohle zu kaufen und auf dem Hochpunkt rechtzeitig auszusteigen. Es gibt keine einfachen Börsenregeln, die eine höhere Rendite garantieren. Und manchmal fallen die Aktien länger, als es uns lieb ist.

Aktien und der Bestätigungsfehler

Menschen lieben nicht nur das Gefühl von Kontrolle, sondern auch das Gefühl des Rechthabens. Um uns öfter auf der richtigen Seite zu wähnen, haben wir eine selektive Wahrnehmung. Wir suchen uns Informationen, die unsere Überzeugungen bestätigen. Die Algorithmen sozialer Medien verstärken diesen Effekt noch.

Wir können diesen Effekt bewusst kontern, indem wir nach Informationen suchen, die unseren Meinungen widersprechen. Wenn du davon überzeugt bist, dass der Aktienmarkt weiter fallen wird und du deswegen mit dem Kaufen von Aktien abwartest, dann lies Zeitungsartikel, die ein optimistisches Bild zeichnen. Wenn du von einer bestimmten Aktie sehr überzeugt bist, dann befasse dich mit den Ansichten der Bären.

Es bringt nichts, in einer Informationsblase zu leben, nur um früher oder später von der Realität eingeholt zu werden. Ein ausgewogenes Bild von der Wirklichkeit zu haben hilft uns dabei, bessere Anlageentscheidungen zu treffen.

Der Artikel Diese 4 Aktien-Fehler killen im Crash deine Rendite ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

Mehr Lesen

Motley Fool Deutschland 2022

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.