Diese 3 Aktien haben eines gemeinsam: Ihre Kurse sind in diesem Jahr kräftig gestiegen

Dennis Zeipert, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
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Verlierer

Die ersten vier Monate des Jahres liegen bereits hinter uns. Höchste Zeit, um einen Blick auf die am stärksten gestiegenen Aktienkurse des bisherigen Jahres zu werfen. Denn dort finden sich einige überraschende Kandidaten wieder, die teilweise immer noch günstig aussehen. Hier sind drei der größten Gewinner der ersten vier Monate.

Volkswagen Vz: + 42 %

Die VW-Aktie (WKN: 766403) ist einer der Überraschungsgewinner des bisherigen Jahres. In diesem Jahr ist der Kurs der Vorzugsaktie bereits um 42 % auf 216,70 Euro gestiegen (Stand: 30.04.2021, relevant für alle Kurse). Grund für den Kurssprung waren hauptsächlich die deutlich besser als erwarteten Zahlen des vergangenen Jahres und der gute Start in das laufende Jahr. Denn einerseits ist das vergangene Jahr erheblich besser gelaufen, als man angesichts der aktuellen Situation befürchten konnte. Tatsächlich ist der Gewinn um vergleichsweise milde 37 % auf immer noch ordentliche 8,8 Mrd. Euro gefallen.

Aber auch der Start in das laufende Jahr ist durchaus gelungen. Denn bis Ende März konnte Volkswagen die Fahrzeugauslieferungen an Kunden weltweit um mehr als 21 % steigern. Das lässt auf ein sehr starkes Gesamtjahr hoffen. Dank der starken Kursperformance liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) basierend auf dem Gewinn je Aktie von 16,60 Euro des letzten Jahres derzeit bei 13. Um einen weiteren Kursanstieg zu rechtfertigen, muss der Gewinn wohl ebenfalls kräftig steigen.

LEONI: + 75 %

Auch die LEONI-Aktie (WKN: 540888) als Automobilzulieferer hat in den ersten Monaten stark von der Erholung der Branche profitiert. Zeitweise hat sich der Kurs sogar mehr als verdoppelt. Aktuell kostet eine Aktie mit 11,65 Euro noch 75 % mehr als am Jahresbeginn.

Aber eigentlich hatte der Kurssprung nicht nur mit den Aussichten der Branche zu tun. Auch bei LEONI selbst hat sich einiges getan. Der Kabelspezialist galt lange Zeit als Sanierungsfall. Die beiden vergangenen Geschäftsjahre wurden jeweils mit Verlusten von mehr als 10 Euro je Aktie abgeschlossen. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres gab es dann aber endlich erste Zeichen der Trendwende. Denn vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten gab es endlich wieder einen deutlichen Gewinn.

Eine Bewertung fällt angesichts der unkonkreten Prognose allerdings schwer. LEONI stellt lediglich deutliches Wachstum beim Umsatz und ein deutlich verbessertes Ergebnis in Aussicht. Was das konkret heißt, wird sich erst noch zeigen.

Deutsche Bank: + 30 %

Ein ähnliches Sorgenkind war in den vergangenen Jahren die Deutsche Bank (WKN: 514000). Auch hier wurden die vergangenen Geschäftsjahre durchweg mit hohen Verlusten abgeschlossen und der Aktienkurs dümpelte jahrelang vor sich hin. Aber auch hier scheint die Trendwende endlich gelungen zu sein. Das erste Quartal hat mit einem Gewinn nach Steuern von 1 Mrd. Euro bereits das beste Ergebnis seit etwa sieben Jahren gebracht.

Für das nächste Jahr hat sich die Deutsche Bank ambitionierte Ziele gesetzt. Die Eigenkapitalrendite beispielsweise soll auf 8 % steigen. Die kommenden Quartale werden einen deutlichen Hinweis darauf liefern, ob die Ziele realistisch sind oder nicht. Das vergangene Quartal hat auf jeden Fall gezeigt, dass die Deutsche Bank bereits auf bestem Wege dorthin ist. Angesichts dessen ist auch der Aktienkurs bereits deutlich gestiegen. Allein seit Jahresbeginn ging es um etwa 30 % auf 11,61 Euro rauf. Sollte die Bank ihre Ziele erreichen, könnte der Gewinn je Aktie im kommenden Jahr bei etwa 2 Euro liegen. Damit läge das KGV nur bei 6. Das könnte darauf hindeuten, dass der Aktienkurs noch Luft nach oben hat, sofern alles nach Plan verläuft.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2021